Lilly

Weiblicher Vorname

Lilly gehört zu den traditionellen Vornamen in Deutschland und war Anfang des 20. Jahrhunderts besonders beliebt. In der Zeit von 1940 bis 1990 wurden allerdings kaum Babys Lilly oder Lilli genannt. Jetzt ist dieser Name wieder einer der beliebtesten!

Lilly Häufigkeitsstatistik
Häufigkeitsstatistik des Namens Lilly

Der Name Lilly wurde in Deutschland von 2006 bis 2018 ungefähr 35.000 Mal als erster Vorname vergeben. Damit steht Lilly auf Platz 45 der Vornamenhitliste für diesen Zeitraum. Lilli wurde ungefähr 13.000 Mal vergeben und steht auf Platz 154. Die Schreibweise Lily wurde ungefähr 2.200 Mal vergeben (Platz 597) und Lili ungefähr 920 Mal(Platz 1.091).

Lilly oder Lilli

Herkunft und Bedeutung

Lilly/Lilli macht sich seit den 90ern in Mädchen-Bücherregalen breit: Da gibt es die „Hexe Lilli“-Serie von Knister (zu der auch Kinofilme und eine Zeichentrickserie produziert wurden), seit 2004 die zuckersüße Welt der „Prinzessin Lillifee“ von Monika Finsterbusch (inklusive Zeichentrick und viel Merchandising) und seit 2007 von Tanya Stewner die Reihe um „Liliane Susewind“, kurz Lilli. Ein Hexenmädchen, eine Feenprinzessin, eine kleine „Tierdolmetscherin“, da ist für fast jeden etwas dabei. Der Name passt zum Trend der weichen Kurzformen und kommt in Ostdeutschland besonders gut an. Kritiker empfinden ihn dagegen als zu „gelallt“, zu sehr Babysprache – oder als zu rosarot. Anfang des 20. Jahrhunderts erfreute sich Lilly in Deutschland (und Lily in England) schon einmal großer Beliebtheit, eine prominente Trägerin ist Schauspielerin Lilli Palmer. Von 1940 bis 1990 war der Name dann eher out. Lilly leitet sich von der biblischen Elisabeth ab, nach dem Hebräischen „elischeba“, „die Gott verehrt, die Gott geweiht ist“ oder auch „mein Gott ist Fülle“.

Doch welche Schreibweise soll es sein? In Überlegungen dazu könnten Sie Nach- und Geschwisternamen einbeziehen: „Lilly Willms“ statt „Lily Willms“, „Till und Lilly“ statt „Till und Lily“. Generell ist Lilly am unkompliziertesten, da heute mit fast 70 Prozent am häufigsten. Auch die Becker-Gattin schreibt sich so (obwohl sie Sharlely heißt). Ein optischer Pluspunkt könnte sein, dass das y das von Parallelen beherrschte Schriftbild auflockert. Einem Viertel der Eltern gefällt aber Lilli am besten. Der doppelte Konsonant passt in jedem Fall zu den deutschen Ausspracheregeln. Deutlich seltener ist die blumige Lily – so lautet auch das englische Wort für Lilie. In den USA kam dieser Name ab 2002 in Mode, angeregt durch den ersten Harry-Potter-Film (Harrys Mutter heißt Lily). Auch in Großbritannien ist der Name seither im Aufwind. Bei uns auf den hinteren Rängen: Lili und Lillie. Lili kennt man im Arabischen als Kurzform von Leila („Dunkelheit, Nacht“). Außerdem gibt es einen Nord-Bezug: durch das Lied „Lili Marleen“ der Bremerhavenerin Lale Andersen. Wie diese Lili geschrieben wird, scheinen die wenigsten zu wissen: Marleen ist (nach den unvermeidlichen Marie und Sophie) auch sehr beliebt als Zweitname zu Lilly und Lilli.

(Autorin: Annemarie Lüning)

Varianten

  • Lilli
  • Lily
  • Lili

Namenstag

Es gibt viele katholische Namenstage für Lilly beziehungsweise Elisabeth. Der wichtigste ist der 23. September.

Namensprofil

der Vorname Lilli mit Bedeutung und Onogramm

96 Gedanken zu „Lilly“

  1. Ich hasse meinen Namen weil mich nimmt jetzt schon keiner Ernst deswegen und ich bin noch jung. Nennt euer Kind nicht Lilly,Lili,Lilli,Lily weil der Name ist viel zu Baby haft. Als Erwachsene, bodenständige Frau werde ich eh nicht mit diesem Müll Namen klar kommen. Und diese Biblische Bedeutung, ich glaube doch gar nicht an Gott, so was gibt es nicht. Ich würde für alles Geld der Welt mir einen neuen Namen aussuchen. Alle nennen mich Lillifee oder Liliput

    Antworten
  2. Hallo, ich bin 7 Jahre alt, heisse Lilly und liebe meinen Namen. Weder im Kindergarten, noch jetzt in der Schule nennt mich jemand anders. Ich habe auch eine Freundin die Lilli heisst. Viele Grüße an alle Lillys

    Antworten
  3. Hey! Ich heiße auch Lilly und wurde in der Grundschuhle immer Lillyfee oder so genannt. Mich nervt es zwar aber ich mag meinen Namen trotzdem. An alle Lilly`s, Lily`s oder Lili`s: Lasst euch nicht ärgern. Selbst jetzt werde ich noch anders gennant wegen meines Nachnamens also bleibt stark und ignoriet es.

    Antworten
  4. Hallo, ich heiße auch Lilly. Eigentlich hatte ich immer eine recht neutrale Meinung zu diesem Namen, aber so langsam lerne ich, ihn zu mögen. Es kommt mir immer sehr komisch vor, wenn andere meinen Namen sagen, weil es wegen dem “y” am Ende so verweichlicht klingt. Aber eigentlich ganz süß 🙂
    Von meiner Schwester werde ich “Lille” genannt und von meinen Freunden einfach nur Lilly oder ganz andere Spitznamen, die nichts mit dem eigentlichen Namen zu tun haben 😉 Im Kindergarten oder in der Grundschule gab es auch mal diese Lilifee-Zeit, das hat mich aber nicht gestört, ich fand’s immer lustig.

    Antworten
  5. Ach das waren noch zeiten als ich Prinzessin Lillifee im Kindergarten war
    Was mich immer genervt hat war wenn ih Lila genannt wurde oder Lille.
    Was mich nur wundert die meisten schreiben mich Lili obwohl die schreibweise so selten ist.Naja gut ich wurde auch mal Lylli geschrieben.
    In meinem Jahrgang gibt es noch eine Lilly die lustigerweise auch den gleichen Zweitnamen hat,es ist jedes mal lustig wenn der Lehrer es mit Lilly versucht wir ihn fragen wen er meint und er dann uns mit zweitnamen anspricht

    Antworten
    • Hey.
      Eigentlich heiße ich ja auch Lilly, aber ich komme einfach nicht mit dem Namen klar. Keiner nimmt mich für voll, wenn ich mich mal aufrege. Außerdem bekomm ich die schlimmsten Spitznamen, oder sind Lille, Lillifee oder Lulli schön? Ich denke nicht. Vor ungefähr einem halben Jahr hab ich mir deshalb den Namen Miyu gegeben und bringe ihn jetzt auch weitestgehend in mein Leben ein. Ich finde, mein Name klingt so babyhaft und ich kann mir noch garnicht vorstellen, mit dem Namen in ein paar Jahren in einem Job tätig zu sein.

    • Man kann jeden Namen irgendwie zum Witz machen, keiner ist davor sicher.

      Miyu kann schnell zu Mayo werden…. Ob das nun besser ist…

      Wenn die Freunde einen Spitznamen geben die man hasst dann sollte man die Freundschaft hinterfragen…

      Was Kinder in der Schule sagen interessiert doch später keinen mehr.

  6. Ich heiße auch Lilly und war mit meinem Namen schon immer zufrieden auch wenn ich früher (1-3 Klasse) oft Liliputaner genannt wurde oder manchmal sogar Lillifee. Es gibt eine Sache die mich aber bissl nervt … Und zwar das ich mit zweitem Namen so heiße wie das Pferd von Lillifee. Jetzt müsste ich nur noch Lilli und nicht Lilly geschrieben werden und mit drittem Namen pupsi heißen und dann wäre meine Schulzeit am arsch 🙂 LG Lilly 😉

    Antworten
  7. Meine Tochter heißt Lilli. Ich liebe diesen Namen. Im großen und ganzen ist sie ganz glücklich mit ihrem Namen. Lilli wird 12 Jahre alt und heißt komplett Lilli Sophie. Ich finde das klingt schön und sieht schön geschrieben aus. Ihr Rufname ist aber Lilli. Natürlich hinterfrägt sie auch mal ihren Namen. Was föllig normal ist. Vor allem in ihrem Alter. Wer hat das noch nicht gemacht? Aber es gibt einen Grund, warum man einen Namen hat. Die Eltern machen sich Gedanken. Suchen und Überlegen. Bis ein Name entsteht, mit dem beide zufrieden sind. Oft passt es dann auch. An alle die, die an ihrem Namen zweifeln, überlegt euch wie euer Name zu euch passt. Schaut in den Spiegel und sprecht ihn aus, probiert einen anderen Namen. Passt der besser? Hmmm. Wohl eher nicht. Oder könntet ihr euch, eure Freunde mit anderem Namen vorstellen?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar