Seltene Vornamen

Ok, diese Internetpräsenz heißt beliebte-Vornamen.de, trotzdem möchten wir euch auch ein paar seltene Vornamen vorstellen:

44 seltene Vornamen für Mädchen und Jungen

Brina * Octavio * Delphine * Marvelous * Agostino * Tinko * Lönna * Godwin * Manelia * Erlina * Amore * Barney * Jantje * Archibald * Katjana * Godwin * Divora * Chuck * Wilbert * Admira * Riano * Jador * Adalya * Mechthild * Flake * Biljana * Yuel * Floranda * Valerina * Denver * Lorella * Hank * Colette * Stancho * Gilead * Olympia * Ilda  * Neron * Kaitlynn * Adena * Rhett * Peeke * Signe * Hotte

Diese Vornamen wurden in den letzten Jahren in Deutschland definitiv nur sehr selten vergeben. Hier haben wir weitere seltene Vornamen ausgesucht:

Seltene Mädchenamen

Seltene Jungennamen

Streben nach dem Besonderen

Einige Eltern legen viel Wert auf einen individuellen Lifestyle und machen nichts, was den Anschein des Gewöhnlichen erweckt. Dieses Streben nach dem Besonderen kommt natürlich auch bei der Namenswahl für das Neugeborene zum Ausdruck. In einem kreativen Prozess wird versucht, einen möglichst einzigartigen oder zumindest seltenen Vornamen zu finden, um die Individualität der Eltern und des Kindes zu betonen.

Das kann gut gehen und dem Nachwuchs einen schönen und exklusiven Vornamen mit auf den Lebensweg geben. Das kann aber auch schlecht laufen und zwar in zwei Richtungen: Es stellt sich manchmal heraus, dass der besondere Vorname auf andere Kinder und Erwachsene lächerlich wirkt und zum Hänseln einlädt. Die andere befürchtete negative Auswirkung ist eigentlich eine positive! So kommen einige Vornamen so gut an, dass sie von vielen anderen Eltern aufgegriffen werden und sich zum Modenamen entwickeln. Die ursprünglich seltenen Vornamen finden sich auf einmal in den Vornamen-Hitlisten wieder. Diesem Risiko sind vor allem Prominente ausgesetzt, die besonders gern einzigartige Vornamen vergeben, um sich abzugrenzen. Weil sie aber in der Öffentlichkeit stehen und als Meinungsführer angesehen werden, orientieren sich viele Andere an ihnen.

Seltene Vornamen machen nicht immer glücklich.
Seltene Vornamen machen nicht immer glücklich. Bild von Ben Kerckx auf Pixabay

Mein seltener Vorname und ich

Menschen erzählen, wie sie mit ihrem seltenen Vornamen zurechtkommen:

  • Die Form mit -ie war zu amerikanisch. – Marny
  • Ja, wie ‘ne gute Fee. – Fee
  • Den Wunsch, anders zu heißen, hatte er nie. – Laurian
  • Auf eine Art war ich schon ein bisschen Außenseiter durch diesen Namen. – Solvie
  • Nach seiner Einschulung wurde ihm das erste Mal richtig bewusst, was ihn von anderen unterschied: „Die hießen alle Thomas, Andreas, Peter und so.“ – Juls
  • Wie Ikea, nur ohne i. – Kea
  • Kleine Kinder sagen meist Lola. – Yola
  • Ich hab heute nichts versäumt. – Nena
  • Als Koseform auch mal Minchen. – Marle
  • Schön kurz, das ist schnell buchstabiert. – Gode
  • Ich habe meine Mutter dafür gehasst. – Elske
  • Wo ist deine Schwester Kara? – Oke
  • Gut, dass er nicht so alltäglich ist. – Magne
  • Berlin mit d hintendran. – Berlind
  • So heißt auch ein Wikingerort. – Birka
  • Die älteste Tochter von Bekannten hieß so. – Jemima
  • Hab ich ja noch nie gehört. – Marlit
  • Erinnert ein wenig an Torte. – Thordis
  • Manchmal finde ich meinen Namen sehr kurz. – Delf
  • Ach, wie der Markomannenkönig – Marbod
  • Mein Name erscheint vielen Menschen fremd. – Jasna
  • Im Ausland tut man sich schwer mit meinem Namen. – Amrei
  • Nennst du dich nur so? – Merlin
  • Früher wollte sie gern anders heißen. – Wynona
  • Damit bleibe ich Leuten leichter im Gedächtnis. – Gwendolin
  • Wo kommt das denn her? – Erko
  • Es ist halt mein Name, der gehört zu mir. – Reingard
  • Mit Türken spielen wir nicht. – Salloa
  • Öfter werde ich als Sandra oder Sabrina abgetan. – Sandrine

Keine Angst vor Modenamen!

Seltener als man denkt – die Zeiten, in denen es in jeder Schulklasse vor Michaels und Anjas wimmelte, sind vorbei:

  • 1,76 % aller Jungen wurden 2019 Ben genannt.
  • 15 % haben einen Namen aus den Top 10.
  • 50 % haben einen Namen aus den Top 60.
  • 85 % haben einen Namen aus den Top 500.
  • 1,91 % aller Mädchen wurden 2019 Emma genannt.
  • 16 % haben einen Namen aus den Top 10.
  • 50 % haben einen Namen aus den Top 60.
  • 84 % haben einen Namen aus den Top 500.

Also: Keine Angst vor Modenamen!

Von Pumuckl bis Pepsi Cola – was alles (nicht) geht

Immer wieder geistern völlig abstruse Namen durch die Medien, mit denen Eltern ihre Kinder benennen wollen. Die Standesbeamten sind mit der Entscheidung befugt, einen Vornamen zu akzeptieren oder ihn zurückzuweisen. Das Internationale Buch der Vornamen, das auf den Standesämtern vorliegt, klärt, welches Kind welchen Geschlechts wie heißen darf. Hierzu gibt es eindeutige Entscheidungen. “Pumuckl” wurde zumindest als zweiter Vorname für einen Jungen gestattet.
(Auszug aus dem Artikel “Wie soll unser Kind heißen?” von Angela M. T. Reinders)

Der Vorname “et omnes sancti”

Einem Familienvater aus Hessen ist es gelungen, einen lebenden Mitbürger mit dem Namen “et omnes sancti” ausfindig zu machen. Diese Referenz reichte aus, um diesen sehr seltenen Vornamen auf der Geburtsurkunde des Babys eintragen zu lassen.

Namensrecht

Grundsätzliches zum deutschen Vornamensrecht

Trend zu seltenen Vornamen

So möchte niemand heißen: unmögliche Vornamen

Amerikanisches Namensphänomen: Nevaeh

In Deutschland anerkannt: Mädchen und Jungen namens November

Die Legende vom Pirschelbär

Edna vs. Anna: Alles nur Selbstverwirklichung?

Tante Irmgard und die Avantgarde

In jüngster Zeit wechseln die Namensmoden schneller und der Kreis der gängigen Vornamen wird immer größer. Namenswahl: ausgefallen oder häufig?

Jede Woche werden typische und ungewöhnliche Namen von Neugeborenen vorgestellt.

Geschichte der Vornamen: Namenmoden und Modenamen