Oskar

Oskar ist ein männlicher Vorname.

Der Vorname Oskar war noch nie auf dem Spitzenplatz der häufigsten Jungennamen in Deutschland. Um 1900 war er aber verhältnismäßig beliebt. Zwischen 1940 und 1995 wurden kaum Jungen Oskar genannt, aber inzwischen ist dieser Name wieder populär. Oskar ist der am häufigsten vergebene Jungenname mit dem Anfangsbuchstaben O.

Oskar Häufigkeitsstatistik 1941
Häufigkeitsstatistik des Vornamens Oskar bis 1941

Auffällig ist das Tal, das Oskar im Geburtsjahrgang 2005 durchlief. Warum wurden 2005 so viel weniger Jungen Oskar genannt? Lag das womöglich an den Schlagzeilen um den ehemaligen Kanzlerkandidaten und Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine, der 2005 nach fast vierzig Jahren Parteizugehörigkeit aus der SPD austrat?

Oskar Häufigkeitsstatistik 1993
Häufigkeitsstatistik des Vornamens Oskar ab 1993

Die ursprüngliche irische Schreibweise ist Oscar; in Deutschland ist die Schreibweise Oskar aber häufiger.

Namensformen Oskar

Oskar wurde in Deutschland von 2006 bis 2018 ungefähr 26.000 Mal als erster Vorname vergeben. Damit steht Oskar auf Platz 64 der Vornamenhitliste für diesen Zeitraum. Oscar wurde ungefähr 5.800 Mal vergeben und steht auf Platz 293.

Herkunft und Bedeutung

Der Name Oskar wurde Ende des 18. Jahrhunderts über die Ossian-Dichtung des James Macpherson bei uns bekannt. Die Herleitung ist umstritten; der Name könnte sowohl von altenglischen Osgar wie auch von althochdeutschen Ansgar abgeleitet sein.

Osgar hat seinen Ursprung im altisländischen As (bedeutet „Gottheit“) und geirr (bedeutet „Speer“); Ansgar stammt vom germanischen ans (bedeutet „[Ase] Gott“) und gar (bedeutet „Speer“) ab, kann also als „Speer Gottes“ interpretiert werden.

Namensprofil

der Vorname Oskar mit Bedeutung und Onogramm

72 Gedanken zu „Oskar“

  1. Unser Oskar ist vor kurzem 3 Jahre geworden. In dieser Zeit sind wir keinem anderen Oskar begegnet. Wie wir da auf den Namen kamen? Sein großer Bruder (Altersunterschied 10 Jahre) durfte den Namen für seinen Bruder aussuchen. Seine Kriterien: 5 Buchstaben wie der eigene Vorname (Jakob heißt der Große) und auch ein „K“ in der Namensmitte. Da blieben am Ende nur Oskar und Lukas übrig. Und wir sind rückblickend echt froh, dass es Oskar geworden ist. Denn „Frech wie Oskar“ ist nun Programm (im charmantem Sinne)…

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  2. Mein Ur-Großvater und mein Vater hießen Oskar. Ich wurde 1969 auch Oskar genannt. Oskar war zu dieser Zeit sowas von “out” – vor allem, wegen der Sesamstraße. Ich wurde mit “Oskar aus der Mülltonne” gehänselt. Was habe ich diesen Namen gehasst!

    Als Jugendlicher war ich dann aber sehr glücklich mit meinem Namen. Statistisch als Rufname überhaupt nicht mehr erfasst und nur noch gelegentlich als Zweitname auftauchend, habe ich bis ich etwa 30 war, keinen anderen Oskar in meinem Alter kennengelernt. Wenn jemand Oskar rief, war zu 100% ich gemeint. Es sei denn mein Vater war in der Nähe. Aber irgendwie wussten wir dann auch immer, welcher Oskar gemeint war.

    Erst mit etwa 30 traf ich einen Oskar ein meinem Alter und das war ein Belgier. Und kurz danach noch einen Amerikaner und einen Spanier, der sogar etwas jünger war als ich. Das wars aber.

    Dann, vor ein paar Jahren, stehe ich mit meiner Tochter in der Schlange vor dem Kölner Zoo und irgendjemand ruft “Oskar”. Reflexartig drehe ich mich um und sehe die Dame hinter mir an und frage “Ja, bitte?”. Herrgott, dass sie mich nicht erschlagen hat, als sie mich angiftete: “ICH MEINE MEINEN SOHN!”.

    Ja, sorry. Ich bin es halt nicht gewohnt gewesen – anders als ein Andreas, Karsten, Michael usw – dass die Möglichkeit besteht, dass jemand anderes als ich gemeint sein könnte. Das war eine wirklich einschneidende Erfahrung für mich!

    Inzwischen bin ich 51 und habe mich daran gewöhnt, dass es wieder Kinder gibt, die Oskar heißen. Ich find’s gut! 😉 Früher hießen nur Hunde, mein Vater und ich so!

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