Lilian

Geschlechtsneutraler Vorname

Der Name Lilian wurde in Deutschland von 2006 bis 2018 ungefähr 2.000 Mal als erster Vorname vergeben. Damit steht Lilian auf Platz 645 der Vornamenhitliste für diesen Zeitraum.

Herkunft

Der weibliche Vorname Lilian stammt aus dem Englischen und ist eine Lallform von Elisabeth. In Polen und Frankreich ist Lilian als männlicher Vorname gebräuchlich.

10 Gedanken zu “Lilian”

  1. Ich heiße gebürtig Ljiljana und komme aus Serbien. Dort ist der Name sehr häufig (auch die Abwandlung Biljana), zumindest früher gab es viele. In Italien gibt es ihn auch. Bald bekam ich den Spitznamen Lili, weil leichter auszusprechen. Mein Name stammt vom “Ljiljan” ab, wie die Lilie genannt wird. Stolz und überrascht war ich, als Udo Jürgens Liliane besang, sie fällt leider tot zu Boden (wg. zu viel Sahne). Oft wurde ich auch zur Liliane umgetauft, tatsächlich hab ich nie eine kennengelernt. Dann gab es noch Lilian Harvey und Lillian Bassman eine Modefotografin der 30iger.

    Früher war mein Name / Spitzname selten, es freut mich, dass er nun in verschiedensten Varianten so beliebt ist (wie z.B. Lillith, Lilirose usw.).

  2. Lilian [nasaliert gesprochen] ist ein üblicher (wenn auch seltener frz.) Männervorname (zzt. etwa der berühmte Fußballnationalspieler Lilian Thuram); im 19. und frühen 20. Jh. auch in Deutschland inkl. Nebenformen gebräuchlich; heute im dt. eher in Anlehnung an den angelsächsischen Mädchennamen (wie Lilian Harvey) als Mädchennamen, aber eben weiterhin ein geschlechtsneutraler Vorname (vgl. Kim, Toni etc.); im slaw. Spachraum (besonders Polen) selten, aber gebräuchlich als männl. Vorname; angelsächsisch übrigens sowohl eine (sehr häufige) Lallform von Elisabeth (wie Lili und Nebenformen); aber die Herkunft ist ungeklärt, also gibt es keinen Grund für Streitereien; möglich: aus einer Doppelform entstanden (Lili Ann); möglich Bezug zum lat. Wort für Lilie (rsp. dessen engl. Ableitung), also einer Übernahme aus dem romanischen Sprachraum: s.u.; wahrscheinlich ist, dass er erst sekundär in die engl. Sprache aus dem frz. übernommen wurde wie viele Lehnworte und Namen, d.h. es ist eine weibl. Analogbildung zum frz. Männernamen; denn in den germ. Sprachen gab es diesen Namen wohl nicht, sondern die dt., schwedischen, engl. Formen sind wahrscheinlich aus dem slawischen, romanischen oder finno-ungarischen Sprachraum übernommen worden (vgl. ung. Liliom, der auch im dt. um die vorletzte Jahrhundertwende benutzt wurde). Kleiner Tipp an die anderen Beiträger: Wissen als Wissen kennzeichnen und Meinungen als Meinungen, dann muss man sich nicht gegenseitig verunglimpfen, sondern kann in einen Austausch treten, von dem alle Leser etwas haben …

  3. Schon witzig, ich finde nämlich, dass der Name Lilian, der mir übrigens sehr gefällt (und so heißt ja echt mal nicht jede oder jeder), nur zu Jungen bzw. Männern passt.

    Traurig aber, dass hier jeder etwas anderes bezüglich der Verwendung und Herkunft dieses – wunderschönen – Namens schreibt. Denn ich weiß schon gerne immer möglichst alles über Verwendung, Variationen und Herkunft von Namen…. sogar von denen, die mir jetzt nicht so oder auch gar nicht gefallen. Doch SO ist das nur irritierend…. wenn jeder meint, er hätte DIE Wahrheit. Schade.

  4. Meine Tochter heißt Lilian. Anfang April waren wir zur Schuleinschreibung und sie wurde namentlich aufgerufen. Die Lehrerin war erzählte das sie im ersten Moment verwundert war als ein Mädchen aufstand,denn auf der Schule gibt es einen Jungen namens Lilian (gesprochen wie geschrieben), das wiederum hat mich verwundert. Wenn, habe ich diesen Namen nur in weiblich gehört und in der Aussprache “Liliän”. Deshalb habe ich aus Neugier mal recherchiert.
    Aber wie es hier steht “Lallform” von Elisabeth, ist völliger Käse. Es ist eine Weiterbildung des englischen Worts für Lilie “Lily”

  5. Ich würde sagen, das der Name in verschiedenen Ländern vorkommt, und auch dort unterschiedlich gedeutet, geschrieben und gesprochen wird.
    Lilian, als männlicher Vorname war mir bis jetzt noch nicht bekannt, weshalb ich vermute, das er ein wenig anders als der weibliche gesprochen wird. Meiner wird ausgesprochen, wie die Mehrzahl der Blume, und ich kann mir diese Aussprache für einen männlichen Vornamen einfach nicht denken.
    Eine gute Freundin von mir, die aus Luxemburg kommt, hat mir erklärt das es meinen Namen auch bei ihnen giebt, er aber als weiblicher Vorname wie Liliana oder Lillianna ausgesprochen wird, die genaue Schreibweise bei dieser Variante des Namens ist mir nicht bekannt. Ich würde aber sagen das es bei dem Namen Lilian, so wie so keine genauen Regelungen giebt, alle Namensgeber handhaben es so, wie es ihnen für ihr Kind am besten gefällt.

  6. Hallo,

    unser Sohn heißt Lilian (deutsch gesprochen) !
    Der Name ist in Frankreich häufig und Kling im französischen auch sehr schön und weich.

    Wir werden oft gefragt “wie heißt die Kleine?!” Nein ein Junge und haben es noch keine Minute bereut !!!

  7. Also unsere Tochter heißt Lilian ( deutsch ausgesproch). Wir finden es für ein Mädchen ein sehr wohlklingender Name.
    Ab und zu wird schon gefragt ob es kein jungenname sein aber selten. In der Regel ernten wir Lob für den Namen.
    Und ich hab nun auch schon von mehreren weiblichen gehört aber noch keinen männlichen getroffen

  8. Doch, der Name Lilian ist im osteuropäischen Raum durchaus gebräuchlich und habe ich auch schon öfter gehört. Soll die männliche Variante von Lilia sein (Bedeutung Lilie), der auch eher im Osten vorkommt und bei Deutschen noch relativ selten ist. Da ich nun ein Mädchen bekomme wird sie Lilia heißen. Wenn es nun ein Junge wäre, hätte ich ihn Lilian genannt.

    Im englischsprachigen Raum ist Lilian weiblich und kann durchaus eine Lallform (seltsames Wort) von Elisabeth sein.

    LG, Lisa

  9. Leider falsch. Ich habe nie in meinem Leben in Polen ‘einen Lilian’ getroffen. In Polen ist Liliana eine ausschließlich weibliche Name und die männliche Form ‘Lilian’, zwar grammatisch möglich, existiert gar nicht in Praxis.

    Zwar gibt es auch eine Praxis, dass die enttäuschten Väter, die statt einen Sohn, eine Tochter kriegen, die weibliche Form eines männlichen Namen dem armen Mädchen geben – z.B. statt Kamil – kommt Kamila, statt Aleksander – Aleksandra. Ein umgekehrter Weg ist aber extrem selten. Der einzige Fall ist Marian, was von Maria kommt und eine göttliche Assozierung hat. Interessanterweise tragen auch manche Männer die Name ‘Maria’ als zweite Name, zwar nur in Papieren und offiziel, im Leben nutzt sie leider keinen.

    • Dankeschön ich habe schon gedacht es gibt diesen Namen tatsächlich als häufigen Jungennamen in Polen. Ich bin ein Mädchen und finde diesen Namen für Jungs etwas unangemessen.Danke das wenigstens einer nachgeforscht hat und herrausgefunden hat das der Name in Praxis nicht existiert. Danke !!!!!!
      :-p

Schreibe einen Kommentar