Till

Männlicher Vorname

Der Name Till war bisher noch nie unter den Top 20 der häufigsten Babynamen in Deutschland vertreten.

Till Häufigkeitsstatistik
Häufigkeitsstatistik des Vornamens Till

Herkunft und Bedeutung

Bei Till kommt unweigerlich der Eulenspiegel ins Spiel. Als umherstreifender Schalk war Till Eulenspiegel der Protagonist einer mittelniederdeutschen Schwanksammlung, die um 1510 erschien; es heißt, er sei 1350 in Mölln gestorben. Eulenspiegels Spezialität: alles wörtlich nehmen, um die Schwächen seiner Mitmenschen zu entlarven. Ob Till-Eltern wohl auf einen cleveren Schelm hoffen, der die Lacher auf seiner Seite hat? Die Bedeutung des Namens führt auf andere Pfade: Das altfriesische „til“ steht für „gut, tüchtig“. Bei Till kann es sich jedoch auch um eine friesische Kurzform von Detlef (von Dietleib, aus „diot“ für „Volk“ und „leiba“ für „Erbe“) oder Tillmann handeln, letzterer abgeleitet von Dietrich („Volksherrscher“).

Die Schreibweise Till überwiegt besonders im Norden: acht von zehn Jungen dieses Namens werden dort so geschrieben. In Gesamtdeutschland sind es immer noch 75 Prozent. Ein prominenter Namensträger ist „Rammstein“-Sänger Till Lindemann. Dagegen ist Til Eltern von Schauspieler „Til“ Schweiger (Tilman Valentin Schweiger) vertraut. Mancher möchte mit der Dreibuchstaben-Variante Eulenspiegel-Assoziationen unterbinden (vermutlich zwecklos) oder wählt aus Prinzip die seltenere Form. Immer mal wieder trifft man auch auf Minimalisten, die keinen Buchstaben mehr wollen als unbedingt nötig.

Varianten

Namensprofil

der Vorname Till mit Bedeutung und Onogramm

2 Gedanken zu “Till

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