Finn

Männlicher Vorname

Finnland-verrückt? Irland-fixiert? Star-Wars-Fan? Alles möglich bei Finn-Eltern. Vielleicht ist es auch nur das helle, knappe Klangbild, das diesen Namen so beliebt macht. Fest steht: Finn ist einer der großen Newcomer unter den beliebtesten Vornamen. Vor 1990 wurde er in Deutschland nur vereinzelt vergeben. Seither hat er eine steile Karriere gemacht, von 2008 bis 2010 stand Finn in Schleswig-Holstein sogar auf Platz eins.

Häufigkeitstatistik Finn

Häufigkeitstatistik der Namen Finn und Fynn

Herkunft und Bedeutung

Zu dem Namen gibt es zwei Herleitungen, eine nordische und eine irische. So bedeutet Finn einerseits „Finne, Angehöriger des finnischen Volkes“, andererseits ist er in Irland als Variante des Namens Fionn bekannt („blond, weiß, hell“). Der Finne, der Blonde – da ist es direkt verwunderlich, dass der Name im restlichen Deutschland im Schnitt noch etwas beliebter ist als im Norden.

Die Schreibweise Fynn kommt vergleichsweise selten vor: nur drei von zehn Jungen namens Finn oder Fynn schreiben sich mit y. In den 70er und 80er Jahren konnte man Fynn allerdings in jedem zweiten deutschen Bücherregal finden: Der rührend-philosophische Bestseller „Hallo Mister Gott, hier spricht Anna“ wurde unter diesem Pseudonym veröffentlicht. Zwei weitere prominente Namensträger sind Mark Twains „Huckleberry Finn“ (1884) sowie Finn alias FN-2187, als abtrünniger Sturmtruppler einer der Helden aus „Star Wars: Episode VII“ (2015).

Finn oder Fynn

Thema: Namenslexikon

75 Kommentare zu "Finn"

  1. Micha O.J.Edob sagt:

    Seltsam, wenn ein Volk seine eigenen Vornamen nicht mehr kennt oder sie negieren will. Flucht aus der eigenen Geschichte? Verbergen der eigenen Identität – wegen der Nazigeschichte? Natürlich spricht auch nichts gegen Finn , wenn man eigene Gründe für diese irische Namenswahl hat.

    • Andreas Loch sagt:

      Vielleicht gefällt einem der Name einfach nur. Nicht alle Entscheidungen müssen einen tiefen politischen Hintergrund haben. Im übrigen ist Micha, die Kurzform von Michael, im Usprung auch hebräisch und erst im Laufe der Zeit (frühes Mittelalter) nach Deutschland gekommen. Dann müssen wir nur noch ein paar Hundert Jahre warten und Finn ist hier genauso deutsch wie Micha. Ich bin sehr froh, dass es immer wieder äußere Einflüsse auf die Namensgebung gibt, sonst hießen wir alle ja Albin, Bernulf oder Dankmar o.ä. So wie unsere germanischen Vorfahren.

  2. Tatjana Brand sagt:

    Ich wollte schon immer einen kurzen Namen für einen Jungen, aber Ben, Tom, Tim sagten mir nicht so zu. Dann las ich den Namen Finn in einer Zeitschrift und mir war sofort klar, das ist er. Vor allem wegen der literarischen Assoziation mit Huckleberry Finn. Namensbedeutung etc. erfuhr ich dann erst später. Ich bin heute noch glücklich mit dem Namen und mein Sohn auch – er ist nämlich ein richtiger Huckelberry Finn!

  3. Bloody marie sagt:

    Finn is`n geiler Name!!!!!!!!!

  4. Lisa :) sagt:

    Finn ist mein absoluter Lieblingsname weil mein Freund auch Finn heißt.

  5. morle34 sagt:

    Mein sohn heißt Fynn 2004 geboren, und es passt wie die faust aufs Auge. er ist blond, weiß, hell ein richtig nordisch deutscher typ. Und ein richtig geiles Kind. ein Huckleberry eben….

  6. HongKongFui1970 sagt:

    nachdem ich 1995 mit meiner Frau 1995 zusammenkam, war bald später klar: Wenn unser Kind ein Junge wird, dann soll er nach meinem Lieblingssänger Neil Finn (Sänger und Kopf von „Crowded House“) benannt werden. Bei seiner Geburt 2002 war er der erste Finn der Geburtsstation – dass das mal ein so häufiger Name würde, hatte uns überrascht – gefällt uns und ihm heute noch genauso wie am ersten Tag.

  7. Finn Uwe sagt:

    Ich wurde 1956 auf den Namen norwegischen Namen Finn getauft, finden ihn schön und freue mich, dass es jetzt auch ein paar mehr davon gibt.

  8. Mama1 sagt:

    Und wie wird Fynn ausgesprochen? „Fünn“ ?

  9. Mutti sagt:

    So ein Käse. Yvonne spricht man auch nicht Üvonne….

  10. Fynniboy sagt:

    Fynn wird ausgesprochen, wie man es hört: „Finn“

  11. Anja sagt:

    Unser Sohn Finn wurde 2006 geboren und da war der Name auch im Köln/Bonner Raum noch nicht so häufig. Ich finde es beleidigend, dass hier eine Verbindung zu Hartz IV und Fernsehen als Freizeitbeschäftigung gezogen wird. 2006 konnte niemand ahnen, dass der Name auch von anderen als schön empfunden wird und dementsprechend zunehmend häufig gewählt wird. Finn hat uns Eltern auf Anhieb beiden gefallen und ist ein Name, den wir uns gut zu einem Baby, einem kleinen und großen Jungen und auch zu einem erwachsenen Mann vorstellen konnten – was ich bei anderen Namen oft eher schwierig fand. In der Nachbarschaft hatten wir das weibliche Äquivalent als „Fiona“. Laut der Mutter sind die Namenswurzeln von Finn, Finnja und auch Fiona die Gleichen.

    Unser Finn hat Blonde Haare und ist sehr clever – insofern ist die Herkunft, die ich damals nachgelesen hatte „Der Helle“ nicht nur meinem Wunsch sehr nahe ein intelligentes und nett aussehendes Söhnchen zu bekommen, sondern hat sich auch in diesen Hinsichten bewahrheitet. Er guckt übrigens überhaupt nicht gerne Fernsehen und von Hartz IV sind wir glücklicherweise nicht betroffen.

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