Thore

Männlicher Vorname

Thore ist ein sehr norddeutscher Vorname, denn je nördlicher der Geburtsort gelegen ist, desto häufiger wurde er in den letzten Jahren in Deutschland vergeben; in Schleswig-Holstein relativ oft, in Bayern fast gar nicht. Ungewöhnlich ist die Häufigkeitsstatistik des Namens: seit 1980 wurden von Jahr zu Jahr immer mehr Jungen in Norddeutschland Thore genannt, bis 2003 ein Abwärtstrend einsetzte. Dieser wurde aber 2010 umgekehrt, so dass der Name heutzutage wieder so populär ist wie zur letzten Jahrtausendwende.

Thore Häufigkeitsstatistik
Häufigkeitsstatistik des Vornamens Thore

Herkunft und Bedeutung

Sprachlich leitet sich der Name vom germanischen Donnergott Thor ab, dem Gewitter- und Wettergott, der in der nordischen Mythologie als Nummer zwei hinter Odin gilt. Der Donnerstag (dänisch Torsdag) wurde nach Thor benannt, darum passt der Name Thore besonders gut zu an diesem Wochentag geborene Jungen.

In Deutschland kommt fast nur die Schreibweise Thore vor, in Skandinavien ist dagegen Tore gebräuchlicher. Bei der Wahl der Schreibweise müssen Eltern vorausschauend sein! Soll Ihr Sohn Fußball-Profi werden? Dann schreiben Sie seinen Namen bitte nicht Tore, die „Tore schießen“- und „Tore verhindern“-Witze würden sonst kein Ende nehmen. Oder soll Ihr Sohn mal an einer amerikanischen Elite-Universität wie Harvard oder Stanford studieren? Dann ist die Schreibvariante Thore weniger geeignet, weil der Name mit dem englischen th-Laut ganz anders klingt.

Regional

Varianten und ähnliche Vornamen

1 Gedanke zu “Thore”

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