Kalle

Männlicher Vorname

Früher war Kalle ein reiner Kose- oder Spitzname. Inzwischen setzt sich der Name auch als offizieller Vorname durch. Der Name Kalle wurde in Deutschland von 2006 bis 2018 ungefähr 1.700 Mal als erster Vorname vergeben. Damit steht Kalle auf Platz 734 der Vornamenhitliste für diesen Zeitraum. Die Variante Kalli wurde ungefähr 10 Mal vergeben.

Kalle Häufigkeitsstatistik
Häufigkeitsstatistik des Vornamens Kalle

„Mama, warum habe ich keinen richtigen Namen?“ Von allein ist der Junge nicht auf diese Frage gekommen. Es hat sich so zugetragen:
„Wie heißt du?“ – „Kalle.“ – „Und wie lautet dein richtiger Name?“

Ältere Menschen (so ab vierzig) tun sich manchmal schwer damit, dass es heute gang und gäbe ist, Kindern Namen zu geben, die früher lediglich als Kose- oder Spitzname gebräuchlich waren. Kalle ist ein gutes Beispiel für einen Namen, der schon seit Generationen oft gehört, aber nur selten gelesen wurde. Unzählige Männer werden Kalle gerufen, obwohl in der Geburtsurkunde Karl oder Karl-Heinz steht, siehe den Fußballer Kalle Rummenigge oder den Künstler Kalle Pohl; Lindgren-Leser kennen natürlich Meisterdetektiv Blomquist. Der aktuelle Trend zur Individualisierung führt unter anderem dazu, dass ehemals reine Kurzformen zu vollwertigen Namen befördert werden. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist Kalle keineswegs mehr einzigartig. Besonders häufig wurde er in den letzten Jahren in Hamburg und Schleswig-Holstein vergeben.

Herkunft

Kalle ist eine schwedische, norddeutsche und rheinische Kurzform von Karl.

Und außerdem …

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