Kalle

Männlicher Vorname

Früher war Kalle ein reiner Kose- oder Spitzname. Inzwischen setzt sich der Name auch als offizieller Vorname durch.

Kalle Häufigkeitsstatistik
Häufigkeitsstatistik des Vornamens Kalle

„Mama, warum habe ich keinen richtigen Namen?“ Von allein ist der Junge nicht auf diese Frage gekommen. Es hat sich so zugetragen:
„Wie heißt du?“ – „Kalle.“ – „Und wie lautet dein richtiger Name?“

Ältere Menschen (so ab vierzig) tun sich manchmal schwer damit, dass es heute gang und gäbe ist, Kindern Namen zu geben, die früher lediglich als Kose- oder Spitzname gebräuchlich waren. Kalle ist ein gutes Beispiel für einen Namen, der schon seit Generationen oft gehört, aber nur selten gelesen wurde. Unzählige Männer werden Kalle gerufen, obwohl in der Geburtsurkunde Karl oder Karl-Heinz steht, siehe den Fußballer Kalle Rummenigge oder den Künstler Kalle Pohl; Lindgren-Leser kennen natürlich Meisterdetektiv Blomquist. Der aktuelle Trend zur Individualisierung führt unter anderem dazu, dass ehemals reine Kurzformen zu vollwertigen Namen befördert werden. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist Kalle keineswegs mehr einzigartig. Besonders häufig wurde er in den letzten Jahren in Hamburg und Schleswig-Holstein vergeben.

Herkunft

Der Name Kalle ist eine schwedische, norddeutsche und rheinische Kurzform von Karl.

Variante

  • Kalli

Regional

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