Boris

Männlicher Vorname

Der Name Boris war rund um das Jahr 1970 relativ populär,  gehörte aber noch nie zur Spitzengruppe der häufigsten Vornamen in Deutschland.

Boris Häufigkeitsstatistik

Häufigkeitsstatistik des Namens Boris

1985 hat der Tennisspieler Boris Becker (Geburtsjahrgang 1967) seinen ersten Wimbledon-Sieg gefeiert und ganz Deutschland damit begeistert. Sein Vorname, 1985 eigentlich schon im Abwärtstrend, hat in dem Jahr tatsächlich noch einmal einen Aufschwung erlebt. Ab 1986 ist der Name Boris dann aber ganz schnell aus der Mode gekommen.

Herkunft

Boris ist eine Koseform des slawischen Vornamens Borislaw; gelegentlich auch als Koseform des deutschen Vornamens Liborius gebräuchlich.

Bedeutung

Salwisch boru = „Kampf“ und slava = „Ruhm“.

Thema: Namenslexikon

1 Kommentar zu "Boris"

  1. Kolev Krassimir sagt:

    Die Behauptung, der Name Boris ist eine Kürzung von Borislaw ist einfach unwahr. Es ist genau umgekehrt Der Name Borislaw ist ein Derivat von Boris. Denn der Name Boris ist schriftlich belegt schon im neunten Jahrhundert und zwar im Bulgarischen reich und nicht im Russland. Dass man solche absurde Erklärungen veröffentlicht ist nur mit Unwissen und Naivität zu erklären. Wahrscheinlich wurde diese falsche Erklärung von den falschen Theorien über die Abstammung der Bulgaren abgeleitet. Bis zu den 90 Jahren des 20 Jahrhunderts wahren diese keine wissenschaftlichen Theorien sondern von dem Eurozentrismus des Westens und von dem Panslavismus der sovietischen Wissenschaftler politisch motivierte pseudowissenschaftliche Hypothesen. Dem entsprechend waren die Bulgaren Türken, Hunnen oder Slawen. In den letzten 20 Jahren wurde aber wissenschaftlich bewiesen, dass die Bulgaren sehr alte Geschichte haben und mit den alten indoarischen Völkern verwandt sind. Deswegen ist der Name Boris ein alter bulgarischer Name. Zu seinem Popularität trugen aber die Russen bei, die unmittelbaren Nachbarn des Bulgarischen Reiches am Wolga waren und schon im Mittelalter erobert haben.

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