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Quellenangabe zu den Vornamen-Hitlisten

Anders als in anderen Ländern gibt es in Deutschland keine amtliche Statistik über die Vergabe der Vornamen.

Die Ranglisten der häufigsten Vornamen der Jahrgänge 1890 bis 2003 basieren auf einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen, die Knud Bielefeld ausgewertet hat. Beispielsweise wurden Familienanzeigen und Zeitungsartikel ausgewertet. Weitere Quellen sind unter anderem Familienchroniken, Absolventenverzeichnisse von Schulen, Verzeichnisse der Angehörigen von militärischen Einheiten (auch Gefallenenlisten) und Teilnehmerlisten an Sportveranstaltungen. Die Auswertungen basieren auf Informationen aus ganz Deutschland. Auch die Ranglisten für die Zeit der deutschen Teilung gelten für ganz Deutschland.

Im Zuge dieser Recherche ist ein sehr umfangreicher Bestand an Informationen als Grundlage für aussagekräftige Namenlisten entstanden. Allerdings ist weder die Erhebung systematisch erfolgt noch sind die Quellen detailliert dokumentiert worden.

Seit 2004 stützt sich die Analyse auf Geburtsmeldungen vor allem von Geburtskliniken und von einigen Geburtshäusern und Standesämtern aus verschiedenen deutschen Regionen. 2006 konnten erstmals Geburtsmeldungen aus allen Bundesländern berücksichtigt werden.

Phonetisch gleichklingende Namen wurden zusammengefasst und gleich häufige Vornamen alphabetisch sortiert.

Hintergrundinfos über Vornamenstatistiken in Deutschland

Beliebte-Vornamen.de als wissenschaftliche Quelle

Warum stehen Alexander und Sophie bei beliebte-Vornamen.de nicht an der Spitze?

In anderen Hitlisten stehen einige Vornamen ganz vorn, die hier wesentlich schlechter platziert sind. Dieses hat bei Alexander, Sophie und Marie diesen Grund:

Für meine Vornamenlisten zähle ich ausschließlich die ersten Vornamen, außerdem erstelle ich jedes Jahr separate Listen der beliebtesten Zweitnamen. Die meisten Standesämter und zum Beispiel die Gesellschaft für deutsche Sprache unterscheiden nicht nach Erst- und Zweitnamen; egal ob erster, zweiter oder weiterer Vorname: alles wird zusammen ausgewertet. Besonders bei den Mädchennamen ist dieser Unterschied schwerwiegend, denn Sophie und Marie kommen extrem häufig als Zweitname vor und viel seltener als Erstname.

Warum stehen kaum türkische und arabische Namen auf den vorderen Plätzen der Hitlisten?

Da das Spektrum der gewählten türkischen und arabischen Namen größer ist als bei den deutschen, haben es diese Namen schwerer, auf die Hitliste zu gelangen.

Wie schafft es Mehmet in die Liste der häufigsten Namen der 1930er Jahre? Damals lebten doch noch fast keine Türken in Deutschland.

Es handelt sich nicht um die häufigsten Vornamen der in den 1930er Jahren in Deutschland geborenen Menschen, sondern um die Vornamen der Einwohner Deutschlands aus diesen Geburtsjahrgängen zum Auswertungszeitpunkt (ca. 1999). Einwanderer wurden dabei mitgezählt.


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27 Gedanken zu „Quellenangabe zu den Vornamen-Hitlisten“

  1. Hallo Knud,
    vielen Dank für die tolle Übersicht der Vornamen!
    Wie häufig war denn Sophie/Sofie als Zweitname 2015? Immernoch bei ca. 5%?
    Vielen Dank!
    VG Sonja

    Antworten
  2. Hallo Knud,

    Gerade sah ich die Vornamensliste vom 2016 und habe mit der Liste 2015 verglichen. Meine Tochter heißt Stella und wurde im Jahr 2015 geboren. Da stand diese Name auf Platz 68 und nun auf Platz 75. sehr interessant, wie schnell ein Name nach unten rutscht. Könnte man vielleicht dazu eine Liste erstellen wieviel ein Name,z.b.: Stella im Jahr 2015 vergeben worden sind. Also: 500 x für Mia, 479x für Sophie, 67x mal für Stella. denke, das würde auch bei anderen Leser/innen sehr interessieren.

    Vielen Dank für Ihrer Mühe.

    Antworten
    • Zunächst einmal finde ich den Unterschied zwischen Platz 68 und 75 nicht so groß, das sagt meiner Meinung nach nicht so viel aus. Ein Abstieg von Platz 15 auf Platz 8 wäre dagegen sehr bemerkenswert.

      Genaue Anzahlen der Geburten kann ich nicht liefern, weil ich ja nur anhand einer Stichprobe auswerte. Eine ungefähre Hochrechnung der Anzahlen ist sicher spannend, ich plane demnächst etwas in der Art zu veröffentlichen.

  3. Super interessant Informationen, vielen Dank für die Mühe. Ich bin Jahrgang 1949.
    In meiner Schulzeit gab bei den Jungen sehr häufig Namen mit einem Bindestrich z. B. Hans-Joachim, Klaus-Dieter, Hans-Jürgen usw.. In den Statistiken tauchen diese Namen aber gar nicht auf. Gibt es dafür einen Grund?
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl-Heinz

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