Wenn er nicht will wie sie

von Annemarie Lüning

Vielen Paaren scheint es weitaus leichter zu fallen, sich zu einigen, dass sie ein Kind in die Welt setzen wollen, als darauf, wie das Kleine denn heißen soll. Wie findet man einen Namen, mit dem beide gut leben können? Strategien und Tipps für Sie.

Es gab eine Zeit, in der Väter in der Namensfrage mehr Macht hatten als heute. Schließlich suchten sie das Standesamt auf, während die Mütter noch in der Klinik waren. Da kam es schon mal vor, dass Papa einen Zweitnamen aus dem Hut zaubern musste – ganz ohne seine Partnerin per Handy zurate ziehen zu können –, weil der Wunschname allein nicht anerkannt wurde. Ich weiß auch von einer Frau, die von ihrem Vater als Birgitta angemeldet wurde, was ihrer Mutter überhaupt nicht gefiel.

Mann und Frau im Streit © drubig-photo - Fotolia.com

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Zwei Menschen, zwei Meinungen

Heute bieten viele Krankenhäuser die Möglichkeit, Kinder ohne Behördengang anzumelden. Zudem sind Mütter nicht so lange bettlägerig, es bestehen kaum mehr Chancen, Namen an ihnen vorbeizuschmuggeln. Die Klingen werden schon lange vorher gekreuzt – sofern nicht beide Partner zufällig genau denselben Geschmack haben oder aber einer von beiden in der Namensfrage offen für vieles (oder: gleichgültig?) ist. Es gilt, eine gemeinschaftliche Entscheidung zu treffen, die weitaus gewichtiger ist (lebenslänglich!) als etwa die Frage, welche Couchgarnitur angeschafft wird.

Strategie 1: Mit viel Vorlauf arbeiten

Manche Menschen treffen ihre Wahl schon Jahre, bevor die Frage nach einem Kind im Raum steht, oft schon, bevor ein Partner gefunden ist, und strahlen dann eine unverrückbare Gewissheit aus. Kommt das Thema „Willst du mal Kinder?“ auf den Tisch, bringen sie ihren Wunschnamen („Ich will einen Sohn namens Max“, „Meine Tochter soll Anne Shirley heißen“) zeitnah ein. Ihr Partner hat viel Zeit, sich daran zu gewöhnen, und kann sich mit etwas Glück bald selbst keinen anderen Namen für ein gemeinsames Kind mehr vorstellen. Es sei denn, er oder sie geht ebenfalls mit einem fixen Traumnamen schwanger.

Strategie 2: Vorauswahl und Vetorecht

Auch wenn es sicher Ausnahmen gibt: Häufig sind es die Frauen, die schon bald nach dem positiven Schwangerschaftstest mit Namensbüchern auf dem Sofa sitzen, wenn die werdenden Väter noch gar keine Lust verspüren, sich mit dem Thema zu befassen. Etwas später sind die Rollen klar verteilt: Sie macht Vorschläge – er legt sein Veto ein. Entnervend wird es dann, wenn er sich darin gefällt, seine Partnerin auf die Schippe zu nehmen. Entweder, indem er sich auf einen für sie völlig abwegigen Namen versteift („Frank, er heißt Frank“), oder indem er sich über ihre Favoriten lustig macht und zum Beispiel beim Vorschlag Valerie in Falleri-fallera-Geträller ausbricht.

Strategie 3: Jeder kommt mal dran

Es gibt die unterschiedlichsten Modelle, die Namenswahl möglichst „gerecht“ anzugehen: Er benennt die Jungen, sie die Mädchen. Papa wählt den Rufnamen fürs Erstgeborene, Mama hängt einen Zweitnamen an, und beim nächsten Kind dann umgekehrt. Sie willigt ein, dass die Kinder seinen Nachnamen tragen, darf dafür aber die Vornamen aussuchen. Diese Strategie hat jedoch ihre Tücken: Das Paar bekommt vielleicht nur Kinder eines Geschlechts. Die Geschwisternamen passen so wenig zusammen, dass es später sogar die Kinder stört, oder Erst- und Zweitname klingen nicht gut zusammen. Wer nur den Zweitnamen aussucht, hat meist das Nachsehen, weil dieser im Alltag kaum gebraucht wird.

Strategie 4: Entscheidung im Kreißsaal

Sieht er aus wie ein Theo, ein Tim oder ein Tobias? Viele Paare gehen mit ihren Top-3- oder Top-5-Namen in die Geburt und entscheiden dann buchstäblich „aus dem Bauch heraus“. Die Frau hat bei diesem Modell vielleicht den Hintergedanken: Wenn er gesehen hat, was ich geleistet habe, wird er nachgiebiger in puncto Namen. Während er womöglich denkt: Sie ist so abgekämpft, da sagt sie zu allem ja, und ich kriege doch noch meinen kleinen Johnny … Kann funktionieren, aber auch dafür sorgen, dass das Kind noch tagelang ohne Namensschild in seinem Bettchen liegt, weil die Diskussion – im Sturmwind der Hormone – erst so richtig entbrennt.

8 Tipps, die Ihnen (hoffentlich) weiterhelfen

  1. Lassen Sie sich nicht zu einem Namen überreden, der für Sie überhaupt nicht akzeptabel ist, sondern suchen Sie weiter – möglichst gemeinsam und konstruktiv.
  2. Hinterfragen Sie, was Sie am Lieblingsnamen Ihres Partners stört. Manches Argument („Erinnert mich an eine doofe Mitschülerin“) fällt nicht mehr ins Gewicht, wenn Ihr Kind so heißt.
  3. Schreiben Sie Ihre jeweiligen Wunschnamen (plus Nachnamen) auf Post-its. Hängen Sie sie dort auf, wo Sie sie häufiger sehen, und lassen Sie sie auf sich wirken.
  4. Suchen Sie einen kreativen Kompromiss: Wenn der Vater seinen Sohn gern Johnny rufen möchte, könnten Sie sich auf Jonathan, Johann oder Jonte einigen.
  5. Erweitern Sie Ihre Auswahl um Namen, die Varianten Ihrer Favoriten sind, dieselbe Anfangssilbe haben oder gleich aufhören: Im Vornamensduden finden Sie ein nach Endungen geordnetes Verzeichnis.
  6. Erweitern Sie Ihren Blickwinkel, indem Sie mit einigen (sorgfältig ausgewählten!, Tipps dazu hier) Vertrauten über Ihre Lieblingsnamen und die Ihres Partners sprechen.
  7. Berufen Sie sich aber lieber nicht auf Ihre Mitwisser („Alle meine Freundinnen finden …“/„Tante Anna meint …“), um Ihren Partner in die Enge zu treiben.
  8. Ihre Diskussion ist festgefahren, der Entbindungstermin aber noch länger nicht erreicht? Dann lassen Sie das Thema lieber eine Weile ruhen, so schwer es auch fällt.

Übrigens: Die Mutter der eingangs erwähnten Birgitta war über den Alleingang ihres Mannes so erzürnt, dass sie ihn noch mal ins Amt schickte. Dort beschied man, er dürfe einen Buchstaben streichen. So kam seine Tochter zu dem ungewöhnlichen Doppel-t in ihrem Namen: Birgitt.

Thema: Namensfindung

16 Kommentare zu "Wenn er nicht will wie sie"

  1. Hannah Luisa sagt:

    Sehr interessanter Artikel.
    Ich denke, dieses Problem hat (fast) jeder einmal.
    Auch wenn meine Eltern mir von der Namenssuche damals erzählen, kann man eigentlich nur lachen. Meine Mutter wollte unbedingt eine Luisa, mein Vater aber eine Lisa. Obwohl die beiden Namen nur einen Buchstaben trennt, fand jeder den anderen Namen unschön und unpassend.
    Das ging ziemlich lange so, und niemand wollte nachgeben, bis sie dann zu der schlauen Lösung gekommen sind, dass sie einen weiteren Namen suchen, der beiden gefällt. So sind sie dann auf Hannah gekommen.
    Und nachgegeben hat letztendlich dann doch mein Vater, denn Luisa habe ich dann als Zweitnamen bekommen 😉

    Bei meinem Bruder hatten sie 3 Namen, die zwar beiden gefielen, aber entscheiden konnten sie sich nicht. Dann wurde entschieden, dass sie warteten, bis sie ihn in den Armen hielten und dann sagen könnten: „Ach, der sieht nach einem Thorben aus.“
    So war es aber nicht – Nach der Geburt war der Kleine 5 Stunden ohne Namen 😉 Bis sie sich dann auf Ruben Leander geeignigt haben und Thorben gestrichen haben.

    Eine heikle Sache, würde ich sagen 🙂

  2. Mark sagt:

    Bei meiner Frau und mir gab es große Unterschiede, was die Namensvorlieben anging. Ich mag ganz seltene Heiligennamen, während meine Frau eher auf bieder-normalem besteht. Letztlich einigten wir uns auf ein Prinzip: da unsere Kinder mit Verwandtschaft in ganz verschiedenen Teilen der USA, Rumänien, und Großbritannien aufwachsen werden, ihre Verwandten also nicht so oft wie gewünscht sehen werden, wollten wir sie an die Familie im weiteren Sinne binden, indem wir Familiennamen sowohl als Erst- und Zweitnamen verwenden. So nannten wir unseren ersten Sohn nach meinem Bruder und dem Bruder meiner Frau, und unseren zweiten Sohn nach dem Vater meiner Frau und, mit Zweinamen, nach mir….

    Meine eher extravaganten Wünsche wurden so zwar nicht erfüllt, aber ich bin trotzdem hochzufrieden, weil wir uns auf ein bedeutungsvolles Prinzip geeinigt haben.

    Da meine Frau meinen Bruder sehr mag, war sie gerne bereit, unseren ersten Sohn nach ihm zu benennen. Beim zweiten Sohn aber hatte sie dann die Wahl, einen Namen aus ihrer eigenen Familie als Erstnamen auszuwählen, und sie wählte den Namen ihres innig geliebten (und auch wirklich wundervollen) Vaters.

  3. amk sagt:

    Bei uns stezte sich die Namensuche aus Strategie 1 und 2 zusammen.

    Nach knapp zwei Wochen als Paar -auch wenn wir uns damals sagten, es sei eigentlich viel zu früh um über Kindernamen zu reden 😉 – fiel bereits der Mädchenname, den unsere Tochter nun trägt. Er gefiel uns beiden von Anfang an so gut, dass wir uns recht schnell einig waren, dass, sollten wir einmal eine Tochter bekommen, sie so heißen sollte. Und daran hatte sich in den 8 Jahren bis es dann soweit war auch nichts geändert.
    Bei einem Jungennamen war es ähnlich; sollten wir also noch einen Sohn bekommen, steht der Name auch schon fest.
    Kniffliger wird’s allerdings bei einem zweiten Mädchen, da konnten wir uns noch nicht auf einen Namen einigen.

    Nichtsdestotrotz habe ich -Männer sind da ja in 99% der Fälle nicht so begeisterungsfähig, was Namen angeht- auch andere Namen vorgeschlagen und gesucht. Die Reaktionen meines Mannes kamen denen wie oben beschrieben schon sehr nahe und auch bei meiner Schwester und ihrem Mann war es so. So sind die Männer eben! Im Nachhinein kann man drüber schmunzeln, auch wenn es zum gegebenen Zeitpunkt einige Nerven kostet.

    Ist eben ein entscheidendes Thema, die Namenssuche 🙂

  4. Kathrin sagt:

    Bei uns trifft Strategie 2 voll zu 😉

    Beim ersten Kind gab es einen absoluten Zufallstreffer, den wir beide super fanden. Da ich auch Namen aus der Familie toll finde, war ich da sehr froh. Da gab es erst beim ZN das Gerangel (ich habe nachgegeben…)

    Beim zweiten Kind war es wirklich schwierig, der liebe Gatte wollte, bevor er das Geschlecht nicht wusste, gar nichts sagen und dann kamen Veto, Veto, Veto (beim Lieblingsnamen z. B.: Ich hatte 4 davon in der Schule, das reicht!).

    Sein einziger Vorschlag nach Wochen, gefiel mir dann Gott sei Dank auch so gut, dass ich einverstanden war. Beim ZN hatte ich dann aber das letzte Wort.

    Ich fürchte nach der Geburt hätte ich zu allem Ja und Amen gesagt… Ich wollte unbedingt schon vorher mein Kind mit Namen anreden.

    Aber einen Namen ohne Einverständnis des Partners zu vergeben, wäre für mich ein Trennungsgrund.

    • amk sagt:

      Soweit ich weiß, kann man sein Kind heute gar nicht mehr alleine anmelden und einen Namen ohne das Einverständnis des Partners vergeben. Zumindest war es bei uns so (die Anmeldung erfolgte bei uns im Krankenhaus); das kann natürlich aber auch von Standesamt zu Standesamt verschieden sein.

    • Kathrin sagt:

      @amk

      Wahrscheinlich ist es wirklich von Standesamt zu Standesamt verschieden. Ich habe Kind 2 alleine angemeldet, da es nicht anders ging. Theoretisch hätte ich alles machen können…

  5. Lila sagt:

    Der Projektname meines Freunde und mir ist „Wotan“ – egal ob Junge oder Mädchen. Das stand schon von Beginn unserere Beziehung an quasi fest. Inzwischen wurde der Name erweitert auf „Wotan Mesut Paskall“, aber dieser Name wird es real nie schaffen… Auch keine Abwandlung davon. 😉

    • E. sagt:

      Zumindest bei einem Mädchen dürfte das schwierig werden..

    • mm&mm&mm&mm sagt:

      Hallo :0)

      Mein Projekt Name für ein Mädchen lautet immer Mercedes Wilhelma Olga
      Hier in stuttgart ist das Auto erfunden wurden und wurde nach seiner Tochter Mercedes benannt. Wilhelm a ist der einzige zoologisch/bbotanische G
      Garten in Deutschland. Also Der Zoo. Das olgale ist die kinderklinik.
      Zwei Jahre später begegnen mir ein Paar dem ich hochschwanger meine Spass Bemerkung gegenüber gemacht habe.

      LaCh mit Mercedes Wilhelma Olga.

      Mein nächster Projektname
      Waldemar kasimir Nepomuk ist millerweile drei.

      Ich gestehe ich suche mir die Namen immer erst waehrend der Geburt bzw auf dem weg zum Standesamt raus.

      Lach

  6. Annemarie sagt:

    Tipp aus einem Forum: das Ungeborene konsequent schon mit dem eigenen Lieblingsnamen anreden und darauf hoffen, dass der Name sich so etabliert. Kann bei einem bockigen Partner (oder einer bockigen Partnerin) aber auch kontraproduktiv sein …

  7. Annemarie sagt:

    Auch davon, Namenswünsche mit dem Umweg über Geschwisterkinder durchzudrücken („Finn nennt sein Schwesterchen auch schon die ganze Zeit so …“), würde ich abraten – fair sieht anders aus, und für das miteinbezogene Kind ist eine „Lagerbildung“ nicht schön.

  8. E. sagt:

    Hätte nie gedacht, dass man sich so sehr darüber streiten kann. Ein paar der Kompromisse erscheinen mir auch recht gekünstelt. Man könnte sich ja schon darüber streiten, warum das Kind eigentlich überhaupt einen Zweitnamen haben sollte.
    Wenn meine Eltern davon erzählen, wie sie auf die Namen für meinen Bruder und mich gekommen sind, klingt das ganz harmonisch. Meine Mutter hatte als junge Frau einen Finnen (?) kennen gelernt, den sie so nett fand, dass sie später ihren Sohn so nennen wollte. Und so heißt mein Bruder heute. Für meinen Namen hatten beide einen Vorschlag, der sogar auf dieselbe Silbe endete und sie einigten sich auf den meines Vaters.
    Ich finde, sie haben zwei sehr schöne, nicht zu „exotische“ und nicht zu „gewöhnliche“ Namen ausgesucht. Wir beide haben keine Zweitnamen für’s Kompromiss.

  9. Colin sagt:

    Auf jeden Fall ein paar gute Tipps dabei. Wir sind noch ganz am Anfang der Namensuche und sind noch ziemlich weit voneinander entfernt. Der „Arbeitstitel“ lautet Kasimir. Ursprünglich ein reiner Witzname, aber weil wir das Ungeborene schon ständig so „ansprechen“ und irgendwie eine Beziehung zu diesem Namen aufgebaut haben, überlegen wir, ob wir den Namen nicht einfach so behalten. 😀

  10. lenchen sagt:

    Ganz schlimm ist ja, wenn man sich endlich als Paar geeinigt hat und dann kommen die „guten“ Ratschläge von Familie und Freunden.
    Darum sagen auch viele nicht den Namen. Freunde von uns haben damit aber total daneben gegriffen. Ein befreundetes Paar der beiden hatte ein paar Wochen vorher Termin und benannte ihren Sprössling genau nach deren Wunschnamen. So kurz vor der Geburt alles nochmal über Bord schmeißen zu müssen, war auch anstrengend für die beiden.
    Ich finde, wenn man einen Namen hat, so kann man den gleich sagen. Eben um solche Situationen zu vermeiden. Und ich habe noch niemanden erzählen gehört, dass wenn Eltern einen konkreten Namen gesagt haben, dass dieser bei allen abgeschmettert wurde. Im Gegenteil. Wenn man sagt „Unser Kind wir XXX heißen.“ dann akzeptieren das alle (die müssen sich ja auch erst daran gewöhnen). Kommt man aber mit dem Satz „Entweder AAAA oder BBBB.“ dann sehen sich viele Leute bemüßigt, ihren Senf dazuzugeben mit eigener Lebenserfahrung. Als ob mir nicht egal wäre, dass Tante Ida damals so eine dumme Klassenlehrerin mit dem Namen hatte -.-“ …..

    • Rebecca Sophie sagt:

      Eine Freundin meiner Mutter hat da eine unschöne Geschichte zu erzählen. Der Name, den sie dem Kind geben wollte wurde von allen so scharf kritisiert, dass das Kind jetzt einen Namen hat mit dem die Mutter totunglücklich ist, so dass sie das Kind nie mit Namen anredet. Ist das Kind dagegen da, akzeptieren die Leute den Namen meist problemlos.
      Eine Tochter derselben Freundin, die 3 Monate jünger ist als meine Schwester heist hat übrigens die Kurzform des Namens meiner Schwester (was auch ziemlich offensichtlich ist). Die beiden sind heute beste Freundinnen und die Namen waren nie ein Problem.

  11. Anne sagt:

    Als meine Tante zur Welt kam, war man sich einig, das Kind solle Claudia heißen. Ihr Vater ging dann natürlich allein zum Standesamt und meldete sie klammheimlich mit dem Namen „Wiltrud“ an (er hieß Willi und es war klar, dass sie das einzige Kind in dieser Ehe bleiben würde). Ihre Mutter ist daraufhin ausgeflippt und ging nach der Entlassung selbst zum Standesamt, um den Namen zu ändern. Dies war aber nicht möglich, man könne höchstens noch einen Namen hinzufügen und diesen dann als Rufnamen nutzen. Da entschied die Mutter, dass sie ebenso wie ihr Mann IHREN Favoriten angibt und nicht den gemeinsamen Nenner, so hieß das Kind Wiltrud Michaela und ist der Mutter noch heute dankbar, dass sie es nicht auf Wiltrud beruhen ließ 😉

    Bei meinem Namen war es so, dass meine Eltern sich nicht zwischen Anne und Sophie einigen konnten und letzten Endes Anne Sophie ohne Bindestrich ausgewählt wurde, weil meine Mutter Bedenken wegen der damals noch bekannteren Anne-Sophie Mutter hatte, so könnte ich im Zweifelsfall einen der Vornamen weglassen. Mein Vater meldete mich nun an und erinnerte sich nicht mehr, ob der Name nun Sophie oder Sofie geschrieben werden sollte, daher ließ er nur Anne eintragen. Er verkündete es meiner Mutter und machte gleich darauf die bekannten Scherze mit dem Namen, was meine Mutter richtig wütend machte, weil er vorher nie was davon gesagt hatte und sie, wäre ihr das Potential bekannt gewesen, definitiv Sophie alleine ausgewählt hätte… Ich lebe heute aber sehr gut mit meinem Namen und finde Sophie eigentlich auch zu niedlich für mich.

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