Berühmte Namensträger: Rebekka

Der Name war in jüdischen Familien stets verbreitet. Seit einigen Jahrzehnten wird er auch im deutschen Sprachraum geschätzt, nicht zuletzt durch die Titelheldin in Daphne du Mauriers gleichnamigem Roman ist er ins allgemeine Bewußtsein gedrungen.

Die erste Rebekka der Menschheitsgeschichte aber war die Tochter des Syrers Bethuel im Lande Mesopotamien. Nachdem Abrahams Frau Sarah (siehe auch dort) gestorben war, schickte dieser einen Knecht ins Land seiner Väter, damit der für seinen Sohn Isaak eine Frau freie. Der Knecht aber traf auf Rebekka und einigte sich mit ihrer Familie, daß sie ihm ins Land Kanaan folgen sollte. Als sie dort ankamen, traf sie sogleich auf Isaak, der ihr zum Mann bestimmt war. »Da führt sie Isaak in die Hütte seiner Mutter Sarah und nahm die Rebekka, und sie ward sein Weib, und er gewann sie lieb. Also ward Isaak getröstet über seine Mutter.«

So schön und tugendsam Rebekka auch war, sie erwies sich zwanzig Jahre lang als unfruchtbar. Doch erhörte der Herr schließlich ihre Bitten, und sie gebar Isaak Zwillinge: »Der erste, der herauskam, war rötlich, ganz rauh wie ein Fell; und sie nannten ihn Esau. Darnach kam heraus sein Bruder… und sie hießen ihn Jakob.« Jakob war der Liebling seiner Mutter Rebekka, und er kaufte später seinem Bruder Esau das Erstgeborenenrecht für das sprichwörtlich gewordene Linsengericht ab. Unter tatkräftiger Beihilfe Rebekkas erschwindelte sich Jakob schließlich auch noch den Segen des sterbenden Vaters. Der wollte nämlich seinen Lieblingssohn und Erstgeborenen Esau segnen, wenn dieser ihm ein Stück Wildbret jagen würde. Rebekka aber riet Jakob, ein Lamm zu schlachten, das sie ihrem Gatten wie Wildbret zubereitete. Sie empfahl dem Liebling ferner, sich das Fell des Lammes über die Hände zu ziehen, damit er sich für den fast blinden Isaak wie Esau anfühle. Und so erschlich sich Jakob den Segen und damit das große Erbe seines Vaters. Rebekka war es also, die diesen ersten Fall von Erbschleicherei in die Geschichte der Menschheit ohne Skrupel auf ihr Gewissen genommen hat.

Von Ernö und Renate Zeltner

Berühmte Namensträger von A bis Z

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