Unisex-Namen

Vornamen, die für Mädchen und Jungen zulässig sind

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Foto © Karin & Uwe Annas – Fotolia.com

In Deutschland waren lange Zeit geschlechtsneutrale Vornamen nur zusammen mit einem weiteren Vornamen möglich. Aus diesem Vornamen musste das Geschlecht des Kindes eindeutig hervorgehen. Dafür gibt es aber keine gesetzliche Grundlage. Ein eindeutig männlicher Vorname für ein Mädchen beziehungsweise ein eindeutig weiblicher Vorname für einen Jungen würde allerdings das Kindeswohl beeinträchtigen und wäre somit abzulehnen.

Nicht zuletzt wegen der bisherigen Auslegung der Vorschriften sind geschlechtsneutrale Vornamen in Deutschland die Ausnahme. Viele Unisex-Namen stammen aus dem friesischen Namensvorrat, denn viele friesische Vornamen sind als Kurzformen zweigliedriger germanischer Namen entstanden. Oft bezieht sich dieselbe Kurzform sowohl auf einen oder mehrere weibliche als auch männliche Namen. Ein weiterer Grund, warum es geschlechtsneutrale Vornamen gibt: Ein Name kommt in verschiedenen Kulturen oder Sprachen vor, wobei der Hintergrund des Namens dabei völlig unterschiedlich ist und auch die Bedeutung eine ganz andere sein kann. So kann es sich natürlich einerseits um einen männlichen, andererseits um einen weiblichen Vornamen handeln.

Liste einiger geschlechtsneutraler Vornamen

Cato
Weiblicher Vorname als niederländische Kurzform von Katharina; männlicher lateinischer Vorname ursprünglich ein römischer Beiname.
Curly
Englischer Unisex-Name.
Dakota
In den USA sehr beliebt. Ursprünglich der Name eines Indianer-Volkes.
Elisa
Einerseits als weiblicher Vorname die Kurzform von Elisabeth. Andererseits ein männlicher Vorname aus der Bibel.
Frana
Tschechische Koseform von František / Franz und Františka / Franziska.
Friis
Skandinavisch.
Ike
Kurzform von Isaak; auch ein friesischer männlicher Vorname unbekannter Herkunft.
Isa
In diversen europäischen Ländern als weiblicher und in der Türkei als männlicher Vorname gebräuchlich.
Joyce
Englisch / spanisch. Meistens weiblicher, aber auch männlicher Vorname, abgeleitet vom kelitischen Männernamen Jodokus.
Jule
In Deutschland meist weiblich.
Jules
Französische Form von Julius, seltener auch als weiblicher Vorname gebräuchlich.
Kaya
In Deutschland als weiblicher und in der Türkei als männlicher Vorname gebräuchlich.
Luca
In Deutschland meist männlich.
Luan
Zusammenziehung von Lou und Ann (dann weiblich) oder albanischer männlicher Vorname.
Mika
In Deutschland meist männlich.
Uli / Ulli
Kurzformen von Ulrich und Ulrike.
Robin
In Deutschland meist männlich.
Sanja
Russisch, Kurzform diverser Namen, z. B. Alexandra.
Sascha
Russische Koseform von Alexander und Alexandra.
Yannie
Stammt von den Ureinwohnern Südafrikas.

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Ida und Merle sind jetzt auch in Husum Mädchennamen

Zwei der zur Zeit häufigsten weiblichen Babynamen wurde in Husum die Anerkennung verwehrt. Da Ida und Merle geschlechtsneutral seien, müsse jeweils ein weiterer Vorname hinzugefügt werden. Eine Nachfrage eines NDR-Fernsehteams bei der Gesellschaft für deutsche Sprache sorgte für Aufklärung. Demnach sind Ida und Merle zwar in einigen Ländern männliche Namen, in Deutschland aber bevorzugt weibliche Vornamen.

92 Gedanken zu „Unisex-Namen“

  1. Hallo Felicia Joana,

    bitte überdenke in späteren Jahren nochmals deine Namensfavouriten, ich glaube kaum einer kann diese Namen auf Anhieb richtig schreiben. Das würde deinem Nachwuchs wenn sie aus dem Kindergarten entwachsen sind gehörig auf die Nerven gehen. Wählt einen Namen der nicht nur im Kindesalter süß klingt sondern auch im Erwachsenenalter nicht lächerlich wirkt. Sina-Marie ist doch okay, wirst Du nach der Pubertät schon merken, dass es halb so schlimm ist. Mein Mädchen bekommt als Drittnamen Luan, da dies auch der asiatische Nachname meiner Frau ist. Der Rufname wird ganz klassisch weiblich sein.

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    • Ich finde den Namen Luan wirklich schön, kennen ihn aber nur als Jungennamen. Ist Der Name Luan geschlechtsneutral?

  2. Ich heiße auch Jamie-Lee, aber mit dem Unterschied dass meine Eltern mir noch den “schönen”(ironisch gemeint) dritt Namen “Tanja” gegeben haben… Da frag ich mich auch jeden Tag, ob das wirklich sein musste…

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  3. Ich z.B. heiße Taylor-Rose und bin mehr als zufrieden mit meinem Namen ^^
    Mein großer Bruder heißt widerrum Florian-Lukas und mag seinen Zweitnamen überhaupt nicht ;P und der jüngste in der Familie heißt Tim-Luka und liebt seinen Namen genauso wie er meinen Liebt^^ er nennt mich immer TayTay und weckt mich morgends total süß *-* aber ich schweife ab ^^” sorry :3
    Ich find auch den Namen Jade sehr schön und Sina-Marie find ich auch sehr schön^^

    Lg Taylor

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  4. also ich habe zwei doppelnamen und bin mittlerweile sehr zufrieden damit (Theresa-Lucia Anna-Maria). ich werde übrigens nur mit theresa gerufen. auch meinen kindern möchte ich doppel- oder zumindest zweit und/oder drittnamen geben. für meine tochter zum beispiel Lauren Susanne und dann der name der mutter des vaters der kleinen (versteht das so jeder?)

    und um einen kommentar von weiter oben aufzugreifen, ein unisex-name/doppelname/zweitname/drittname hat absolut nichts mit bildung zu tun, sondern mit gefallen, ästhetik und meist auch mit der liebe zu eltern/großeltern oder anderen verwandten oder wichtigen bezugspersonen

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  5. Ich finde Doppelnamen auch schön, aber man sollte sich überlegen, diese ohne Bindestrich zu schreiben. So kann man dann mit dem selbst gewählten Rufnamen (solange es einer der Geburtsnamen ist) unterschreiben und muss nicht das volle Programm auf eine kleine Linie quetschen. Außerdem sollte es auch mit dem Nachnamen noch einen guten Klang haben. Also keine doppelten langen Vornamen mit Bindestrich und dann noch ein langer Nachname…..
    Meine Tochter hat übrigens auch einen Doppelnamen ohne Bindestrich. Der Erste dürfte eigentlich nicht (passiert gelegentlich)falsch ausgesprochen werden, wird aber ständig falsch geschrieben, da wir uns nicht für die geläufige französische Form entschieden haben (Clare – wird ständig mit “i” geschrieben), der Zweite Name ist irisch, und wir haben uns eben auch für eine der irischen Schreibweisen entschieden, wodurch der Name dann doch immer erst “deutsch” – wie gelesen – ausgesprochen wird (Aislinn). Ist aber kein Problem, wenn man dann mal die Herkunft und Aussprache des Namens erläutert. Wichtig war uns die Bedeutung des Namens und dass es mit dem Nachnamen (in unserem Fall englischer Herkunft) nicht einfach plump klingt. Also immer komplett laut aussprechen, bevor man sich entscheidet und vielleicht mehrere Varianten ausprobieren…..

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  6. Als Kind empfand ich meinen Vornamen einfach nur “doof” und habe fremden Menschen gegenüber immer einen anderen Mädchennamen angegeben, wenn ich gefragt wurde, wie ich heiße. Heute als erwachsene Frau finde ich Chris richtig Klasse. Gibt’s nicht all zu oft, dass Frauen einfach nur Chris heißen. An die männliche Anrede in Schreiben/E-Mails von Firmen, Ämtern und dergl. habe ich mich längst gewöhnt. Richtig lustig wird’s dann, wenn lästige Telefon-Umfrage-Callcenter-Mitarbeiter dann meinen Mann Chris sprechen wollen…

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  7. Den Vornamen Frances bzw. Francis kann noch hinzugefügt werden – für beide Geschlechter in beiden Schreibweisen.

    Frances

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  8. Ida kein weiblicher Vorname in Husum? Meine Großtante Ida lacht die Husumer aus. Ein alter europäischer Name wird nicht erkannt – die Nordlichter saufen wohl zuviel!

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  9. Also meine Tochter heißt Stevie und wird immer gleich als Junge angesehen
    Anscheind kennen die Leute nur Stevie wonder und haben noch nie in ihren leben Fleetwood mac gehört 😀

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