Paare streiten häufig nach der Geburt ihres Babys

(ots) – Babygeschrei, schlaflose Nächte und kaum noch gemütliche Zweisamkeit: Viele Paare werden nach der Geburt ihres Kindes erst einmal auf eine harte Probe gestellt. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von „BABY und Familie“ gaben drei von zehn Müttern und Vätern (31,8 %) zu, als Eltern seien sie gerade im ersten Jahr nach der Geburt der Kinder öfter angespannt und gereizt gewesen. Häufiger Streit sei die Folge. Fast genauso viele (30,4 %) sagen auch, das Kind habe sie „zu viel Nerven“ gekostet, sie hätten sich einfach nur noch gestresst gefühlt. Vor allem die jungen Mütter sind mit den Nerven am Ende (33,7 %). Bei manchen Partnern führt der Stress rund ums Kind schließlich auch zum Beziehungs-Aus. Bei der Umfrage räumte knapp jeder sechste Befragte (15,6 %) tatsächlich ein, er habe sich damals oder inzwischen von seinem Partner/seiner Partnerin getrennt.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „BABY und Familie“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 167 Eltern mit Kindern von 0 bis 5 Jahren.

Mehr Konflikte mit Kind

(ots) – Mit Kindern im Haushalt fliegen oft die Fetzen. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins „BABY und Familie“ fand heraus, dass es zwischen Männern und Frauen mit Nachwuchs deutlich häufiger zu Auseinandersetzungen kommt als bei Paaren in trauter Zweisamkeit. Jeder Achte mit einem oder mehreren Kindern (12,0 %) gab bei der Studie an, Konflikte, die über reine Meinungsverschiedenheiten hinausgingen, seien bei ihnen an der Tagesordnung. Bei Paaren ohne eigene Kinder im Haushalt sind das deutlich weniger (6,4 %). Aber Streit in Familien wird laut Umfrage in den meisten Fällen recht schnell wieder beigelegt. So gab die Mehrheit der Männer und Frauen mit eigenen Kindern im Haushalt (51,4 %) an, sie fänden bei den gelegentlichen Streitereien meist schnell eine Lösung. Weitere 36,5 % geben an, man streite sich eher selten bis gar nicht. Die Berliner Diplom-Psychologin und Familienberaterin Karin Jacob warnt unterdessen Väter und Mütter in der aktuellen Ausgabe von „BABY und Familie“ vor zu viel Streit vor dem Nachwuchs: Kinder könnten zwischen einem echten Streit und einer kritischen Auseinandersetzung bei einer Meinungsverschiedenheit zwischen Mama und Papa nicht unterscheiden. Beides verunsichere Kinder. Sie fühlten sich bedroht und zerrissen, reagierten irritiert oder sogar mit Verhaltensauffälligkeiten, betont die Familienberaterin. Besonders vorsichtig sollte man ihrer Ansicht nach bei Konflikten über existenzielle Dinge wie etwa die Frage nach einer Trennung oder bei finanziellen Problemen sein. Das mache Kindern besonders Angst. Ebenso seien Intimitäten, also alles, was die Paarebene betreffe, nichts für Kinderohren. Gleichzeitig räumt Jacob aber ein, dass Streiten einfach zum Leben dazugehöre und sich oft nicht vermeiden lasse. Daher rät sie allen Eltern, das ihren Kindern gegenüber zu thematisieren.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins “BABY und Familie”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.353 Personen ab 14 Jahren, die in einer festen Partnerschaft leben und/oder eigene Kinder im Haushalt haben.

Innigere Beziehung durch Nachwuchs

Umfrage: Zwei Drittel der deutschen Väter und Mütter sagen „Unsere Kinder haben unsere Partnerschaft bereichert“

Viele junge Paare fürchten Beziehungsprobleme durch ein Kind: Der Nachwuchs lässt einem nicht mehr viel Zeit für ungestörte Zweisamkeit, durchwachte Nächte zehren an den Nerven und finanzielle Einschränkungen führen zu Streitereien. Dass Kinder jedoch eine wahre Bereicherung für jede Beziehung sein können, zeigt jetzt eine aktuelle Umfrage. Zwei von drei der befragten 560 Mütter und Väter (66,6 Prozent) gaben an, durch ihre Kinder sei ihre Partnerschaft erst richtig liebevoll und innig geworden. Nur eine Minderheit von 12,6 Prozent beklagte sich darüber, dass ihre Beziehung durch den Nachwuchs gelitten habe. Knapp acht Prozent (7,5 Prozent) gaben zu, nur noch der Kinder wegen die Partnerschaft aufrecht zu erhalten.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 560 Männern und Frauen ab 16 Jahren, die in einer festen Partnerschaft und mit Kind/Kindern leben.