Namensforschung
Bessere Noten für Maximilian und Charlotte?
In ihrer Masterarbeit „Vornamengebundene Vorurteile von Grundschullehrerinnen und – lehrern“, hat Kirsten Becker, Pädagogikstudentin an der Universität Oldenburg, den Zusammenhang von Vornamen und Notengebung analysiert. Becker untersuchte, ob die Nennung verschiedener Vornamen bei derselben Schülerleistung die Bewertung der Lehrer beeinflusst. „Bekommen Schüler bessere Noten, nur weil sie Maximilian und Charlotte anstatt Kevin und Celina heißen?“ verdeutlicht Prof. Dr. Astrid Kaiser, Hochschullehrerin für Didaktik des Sachunterrichts und Betreuerin der Masterarbeit, den Forschungsansatz. Diesen Beitrag weiterlesen »
Namenforschung in der Geschichtklitterung von Johann Fischart
Die sogenannte „Geschichtklitterung” von Johann Fischart (1560 bis 1590) ist eines der bedeutendsten Werke der Literaturgeschichte im deutschen Sprachraum des 16. Jahrhunderts. Im Kern handelt es sich um eine freie Nachdichtung des französischen Romans „Gargantua”. Johann Fischart hat den ursprünglichen Umfang dieses satirischen Romans in seiner „Geschichtklitterung” aber durch zahllose Exkurse vervielfacht. So macht er sich im zehnten Kapitel über die damaligen Vornamenmoden lustig, speziell zieht er über Georg Witzel her, mit dessen Büchlein „Auserlesene Taufnamen der Christen in aller Welt” Fischart wohl gar nicht einverstanden war.
Ein Blick in den Originaltext der Geschichtklitterung wird den unvorbereiteten Leser erschrecken, denn die Sprache ist mehr als ungewöhnlich. Im Folgenden haben wir den Vornamen-Abschnitt des Textes teilweise umformuliert und an die derzeitig übliche Rechtschreibung angepasst und so hoffentlich etwas zugänglicher gemacht. Verbesserungsvorschläge sind sehr willkommen! Diesen Beitrag weiterlesen »
Süddeutsche Vornamen zwischen 1701 und 1900
Der Senioren-Arbeitskreis Geschichte am Zentrum für allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm beschäftigt sich mit Kirchenbüchern und hat die Daten von 5 Ortschaften in Süddeutschland, Region Ulm/Oberschwaben und von drei Dörfern im Banater Bergland ausgewertet. Der Arbeitskreis verfügt über eine Datenbank mit ca. 100.000 Personen aus Kirchenbüchern ab ca. 1550. Dabei wurde auch die Häufigkeit der Vornamen im Zeitraum von 1701 bis 1900 untersucht. Hier einige Ergebnisse (alle Angaben sind absolute Häufigkeiten): Diesen Beitrag weiterlesen »
Neue Vornamen für irische Einwanderer
Britische Forscher haben die Vornamentrends unter irischen Einwanderern in England im 19. Jahrhundert untersucht. Wahrscheinlich aus Angst vor Vorurteilen haben die Immigranten Ihren Kindern zum großen Teil anstelle der traditionellen irisch-katholischen Namen lieber englisch-protestantische Namen gegeben.
Dr. Malcolm Smith von der Durham University und Professor Donald MacRaild von der Northumbria University haben die Vornamenhäufigkeit im Jahr 1881 unter den irischen Einwanderern der ersten und der zweiten Generation miteinander verglichen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mehr Narzissmus – mehr einzigartige Vornamen
Eine neue Studie belegt den Trend zu einzigartigen Vornamen. Der Anteil der werdenden Eltern, die weit verbreitete Namen auswählen, sinkt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Namensprofil: Ist Jessica wirklich dumm?
Menschen verbinden Vornamen mit Charaktereigenschaften: “Maria” gilt als hübsch und “Maik” als nicht intelligent. Ein “Maximillian” wird als wohlhabend, verlässlich und klug wahrgenommen. Ganz anders hingegen ein “Max”, der mit Eigenschaften wie frech, lustig aber unzuverlässig behaftet ist. Mit geringer Zuverlässlichkeit werden auch “Maik” und “Mike” assoziiert. Diesen Beitrag weiterlesen »
Vornamen im 17. Jahrhundert
Die beliebtesten Vornamen des Jahres 1675
Aus dem “Seelenregister” von 1675 der Kirchengemeinde Stollhamm (veröffentlicht von der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde)
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