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Gerichtsurteile über ungewöhnliche Vornamen

Familienname des Vaters als Vorname des Sohnes

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat entschieden, dass ein Junge den Familiennamen des Vaters “Lütke” als dritten Vornamen führen darf.

Zur Anzahl der Vornamen eines Kindes

Eine Mutter wollte ihrem neugeborenen Sohn zwölf Vornamen geben:

Chenekwahow, Tecumseh, Migiskau, Kioma, Ernesto, Inti, Prithibi, Pathar, Chajara, Majim, Henriko und Alessandro

Das Oberlandesgericht Düsseldorf ließ das aber nicht zu, denn die Namenswahl dürfe nicht dem Kindeswohl widersprechen. Zwölf Vornamen hätten aber einen erheblich belästigenden Charakter für das Kind. Es müsste sich die richtige Reihenfolge und Schreibweise der größtenteils ungewöhnlichen Namen merken und würde durch diese immer wieder auffallen. Zudem sei die Selbstidentifikation des Kindes mit zunehmender Zahl seiner Vornamen nicht mehr gewährleistet.
Letztendlich wurden die ersten fünf Vornamen zugelassen. Auch eine Verfassungsbeschwerde brachte der Mutter keinen Erfolg.

November

Im Januar 1995 wurde die Eintragung von “November” als Vorname vom Amtsgericht Tübingen noch abgelehnt. Elf Jahre später, im Juni 2006, kam es am Landgericht Bonn zu einer anderen Entscheidung: Ein Junge darf jetzt die Vornamen “Joël November Severin” führen. Spätestens seit November 2007 ist der Name auch für Mädchen gebräuchlich: In Standesamt von Bad Oldesloe wurde “Svea November” beurkundet.

Töchter durften nicht Christin oder Nicola heißen

Weil die Namen Christin und Nicola im Standardwerk “Internationales Handbuch der Vornamen” für Männer und für Frauen eingetragen sind, wollten die jeweils zuständigen Standesämter diese Vornamen nur mit einem zweiten, eindeutig weiblichen Namen zulassen. Im Fall Christin wurde aber bescheinigt, dass die männliche Verwendung historisch bedingt ist und Christin heutzutage als weiblicher Vorname gilt.

Mädchen darf nicht Anne Marie heißen

Zwei der beliebtesten deutschen Babynamen, Anne und Marie, werden in Falkensee (Brandenburg) nur noch mit einem zusätzlichen Namen zugelassen. Eine Standesbeamtin hat dort herausgefunden, dass diese Vornamen in einigen Ländern männliche Vornamen sind. Laut dem deutschen Namensrecht muss aber das Geschlecht aus dem Namen eindeutig erkennbar sein.
Die Namensberatungsstelle der Uni Leipzig bestätigt, dass in verschiedenen Sprachen Anne und Marie als Jungennamen bekannt sind. Allerdings sei diese Verwendung im deutschen Sprachraum nicht üblich und sollte möglichst vermieden werden.

Emma Tiger

In den USA war es für den deutschen Schauspieler Til Schweiger kein Problem, seine Tocher Emma Tiger zu nennen. Ein Paar aus Sehnde bei Hannover wollte es ihm gleichtun. Hierzulande wurde dieser Vorname aber nicht ohne weiteres zugelassen. Das Amtsgericht lehnte Tiger als Vorname ab, weil das Wohl des Kindes gefährdet sei. Das Landgericht begründetet die Ablehnung in der zweiten Instanz damit, dass dieser Name nicht eindeutig weiblich sei.
Das Oberlandesgericht Celle hob diese Urteile auf, so dass das Mädchen jetzt “Emma Tiger” heißen darf. In der Begründung bezog sich der Richter ausdrücklich auf Til Schweiger. Der Name wird durch die Berichterstattung über die Tochter des Prominenten bekannt werden und so in der Öffentlichkeit Akzeptanz gewinnen, so das Gericht.

Eleni Sizilia

In Leipzig durfte ein Mädchen jetzt Eleni Sizilia genannt werden. Sizilia wurde als Variante von Cäcilia anerkannt.

Virginia LouAnn

Das Erfurter Oberlandesgericht hat entschieden, dass ein Mädchen LouAnn heißen darf. Zuvor wollte das zuständige Standesamt lediglich die Variante Lou Ann zulassen.
Die Richter befanden, dass es inzwischen auch in Deutschland üblich ist, ausländische Vornamen zu vergeben. Die im englischsprachigen Raum gebräuchliche Schreibweise muss darum akzeptiert werden.

Emilie-Extra

Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht Eltern vor einiger Zeit erlaubt, ihre Tochter Emelie-Extra zu nennen.
In der Begründung heißt es, das Erziehungsrecht enthalte auch das Recht zur Namenserfindung. Es gelte nur zu beachten, dass der Mensch durch den Namen nicht herabgewürdigt wird.
Das zuständige Standesamt hatte zuvor befürchtet, dass das Kind lächerlich gemacht wird und Extra nicht als Personenname anerkannt.

Anderson

Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe war es nicht zulässig, einem Jungen den Vornamen Anderson zu geben, weil dieser Name in Deutschland nur als Nachname gebräuchlich sei. Das Standesamt Karlsruhe hatte die Eintragung des Vornamens abgelehnt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat diese Entscheidung gebilligt.

Hier kam ein von der Rechtsprechung entwickelter Grundsatz zur Anwendung: Namen, die als Familienname verwendet werden, dürfen nicht als Vorname gewählt werden. Zwar gibt es hiervon Ausnahmen: Namen, die traditionell sowohl als Vor- wie als Nachname gebräuchlich sind (z.B. Martin oder Werner), können als Vorname gewählt werden. Für Anderson trifft das aber nicht zu. Dieser Name ist in Deutschland bislang nur als Familienname gebräuchlich, nicht aber als Vorname.

Anderson inzwischen zulässig

Laut der Namensberatungsstelle der Universität Leipzig haben sich Namen mit der Endung “son” im deutschen Sprachraum inzwischen als männliche Vornamen durchgesetzt. Das Bundesverfassungsgericht hat daraufhin am 3. November 2005 verkündet, dass der Name Anderson das Wohl des Kindes nicht beeinträchtigt. Inzwischen wurde dieser Name in der Geburtsurkunde eingetragen.

Weitere Gerichtsurteile

Zulässige Namen

Domino Carina * Ineke * Adermann * Lynik * Wanek * Michael Cougar * Claus-Maria * Galaxina * Cosma-Schiwa * Lafayette * Pebbles * Latoya * Sascha * Sonne * Tanisha * Cheyenne * Chelsea * Dior * Gor * Godot * Ibanez Sophie * Bo * Laurence * Alisha * Uragano * Mikado * Sweer * Johannes-Marie * Merle * Raven * Prestige * Maha * River * Roi * Gerrit * Speedy * Jazz * Kiana Lemetri * Fanta * Jesus * Büb * Birkenfeld * Biene * Alke * Singh * Sundance * Tjorvven * Ogün * Leines * Luc * Mienaatchi * Beke * Mete * LouAnn * Emanuele

Unzulässige Namen

Tom Tom * Holgerson * Rosa * Ronit * Lord * La Toya * Stone * Jenevje * Micha * Sonne * Josephin * Rosenherz * Heydrich * Simona * Navajo * Frieden Mit Gott Allein Durch Jesus Christus * Megwanipiu * Marey * Bodhi * Jona * Pfeffeminze * Borussia * Noah ben Abraham * Mechipchamueh * Venus * Cezanne * Schmitz * Chris * Zooey * Kiran

Siehe auch:


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46 Kommentare zu „Gerichtsurteile über ungewöhnliche Vornamen“

  • Natalia sagt:

    Hallo,
    mein Tochter heißt Lera, es ist eine Kurzform von Valeria und kommt aus Russland. Ich persönlich finde den Namen sehr schön, aber viele haben Schwierigkeiten den Namen auszusprechen und finden, dass der wie “Lehrer” klingt. Jetzt überlege ich,ob meine Tochter später auch gemobbt wird? Ich habe deswegen auch schon über Namensänderung nachgedacht.

    • Chris sagt:

      mit einem Namen, dem Du Deinem Kind gibst, weswegen es sein Lebtag gezwungen ist, ihn bei jeder Gelegenheit zu buchstabieren, hast Du ihm nachhaltig geschadet. Denk’ drüber nach, und versetz’ Dich in seine Lage – in der Schule, am Arbeitsplatz, auf allen Ämtern … Warum um Himmels Willen tut man das ?!

  • Lisa sagt:

    Also ich finde nichts schrecklicher als Eltern, die ihren Kindern unmögliche Namen geben nur damit die sich besonders fühlen können.
    Ich finde ja Namen wie Jonna oder Jona auch toll, aber irgendwo hört es auch auf. Und besonders einem Jungen einen Mädchennamen zu geben, finde ich unmöglich.
    Und mir braucht auch niemand erzählen, dass Kinder mit solchen Namen nicht irgendwo und irgendwann damit aufgezogen werden.
    Bei aller Liebe, seine Kinder nach berühmten Romanfiguren zu benennen finde ich sehr grenzwertig und ich bin auch der Ansicht, dass die Behörden da irgendwann auch mal Stop sagen müssen.
    Ich will hier auch niemanden beleidigen und wenn man sich im “Erwachsenenalter” mit dem Namen abgefunden hat, ist das ja schön und gut. Ich denke da eher an die Grund- und Realschulzeit. Stellt euch mal vor ihr sitzt in der Klasse und da kommt ein neues Kind rein, dass “Frieden Mit Gott Allein Durch Jesus Christus” heißt. Will mir irgendjemand sagen, dass dieses Kind nicht völlig fertig gemacht werden würde? Gerade in einer Zeit von Cybermobbing .. ? Und auch bei sehr berühmten Romanen wie Harry Potter, Herr der Ringe oder auch gerade jetzt Die Twilight-Saga .. wenn da jemand sein Kind Carlisle nennt, muss er sich nicht wundern, wenn er und das Kind belächelt werden.
    Freies Namensrecht schön und gut .. Ich würde mein Kind niemals mit einem Namen bestrafen, nur damit die Leute zu mir sagen:”Oooouh, das ist aber ein ungewöhnlicher Name. Den hab ich ja NOCH NIEEEE gehört.” ..
    Ich habe auch schon den Namen “Minza” gehört. Also bitte ..
    Aber wie gesagt, dass soll KEINE Beleidigung sein für die Menschen, die ungewöhnliche Namen tragen. Ich vertrete einfach nur die Meinung, dass man sich bei der Namensgebung mehr Gedanken machen sollte, was das KIND davon hat und nicht wie besonders der Name ist.
    Es gibt auch schöne “normale” Namen. Die hört man natürlich öfter, ich finde aber das macht sie nicht weniger schön.

  • Bobby sagt:

    Hallo zusammen,

    Also ich habe meine Tochter nach erheblichen Schwierigkeiten “Buxe” nennen dürfen, der Mitarbeiter auf dem Standesamt fragte mich zuerst grinsend, warum ich der Kleinen nicht einen Doppelnamen geben wolle “Unter-Buxe” waere doch auch schön. Da ich jedoch geschäftlich immer einen Trupp guter Anwälte beschäftigte, ging die Angelegenheit durch.

    Ich empfinde es als affig wenn irgendeine übergewichtige Mama Ihre Tochter “Cloe” oder “Chantal” nennt, insbesondere dann, wenn der Nachname dann Schulze oder Maier lautet. Buxe ist ein freundlicher Name, nicht ueberzogen und man hat immer etwas zum schmunzeln, das Leben ist ernst genug – denkt ihr nicht?

    • Chris sagt:

      Findest Du wirklich, ein Name, mit dem man sich ein Leben lang identifiziert, sollte lustig sein ? Lustig, wenn man sich damit vorstellt, lustig, wenn man damit gerufen wird ? Meinst Du allen Ernstes, daß man es selbst lustig findet, einen “lustigen” Namen zu haben ? Mann oh mann, und solche Leute dürfen Kinder in die Welt setzen … Dein armes Büxchen, wenn das Dich ‘mal nicht schon im Teenie-Alter ( zurecht ) verflucht !

    • Indra sagt:

      Ich selber heiße Indra. Meine Eltern mussten mir einen Zwischennamen geben, da der Name nicht eindeutig Mädchen oder Jungenname ist. Darum ist mein Zweitname ‘Laura’. Ich selbst bin 13 Jahre alt und habe eigentlich nie wirklich erfahrung mit Gleichaltrigen gehabt, die auch einen außergewöhnlichen Namen trugen.

      Deine Tochter wird sicher ihre Freundinnen finden. Aber wenn man dann mal über sie redet, wird sie doch mit Sicherheit belächelt. Und wie Chris schon sagt, man möchte sicher keinen ‘lustigen’ Namen tragen. Ich finde das sowasvon unverantwortungsvoll! Sie wird sich wünschen ‘Mara’, ‘Lena’ oder ‘Nina’ zu heißen. Das habe ich auch schon durchgemacht.

      Wenn ich mich vorstelle, ist das verdammt anstrengend. Ich kann nicht einfach nur sagen ‘Hey, ich bin Indra.’ Die Leute fragen mich erst 10 mal ob ich den Namen buchstabieren könnte. Dann kommen so Standardsätze wie: ‘Oh, das ist ja ein ungewöhnlicher/ ein schöner Name!’ ‘Oh, aus welchem Land kommt der Name denn ?’ Und noch viele weitere. Ich mag meinen Namen sehr, aber das war nicht immer so. Und ‘Buxe’ ? Deine Tochter wird es verdammt schwer haben, dass weiß ich nicht nur aus meiner Erfahrung, sondern weil ich jeden Tag in der Schule sehe, wie schlimm Jugendliche sein können, wenn etwas in ihren Augen nicht ‘normal’ ist.

      Deine Tochter tut mir ziemlich leid. Das soll nicht böse gemeint sein.

      LG!

    • Korpo sagt:

      Du willst Dein Kind ehrlich “Buxe”? OMG! Dann laß es aber bitte nicht auf eine deutsche Universität gehen. “Buxe”… ich lach mich weg^^

  • Mönchen sagt:

    Ich finde schon, dass viele Namen auf die Herkunft und auch die gesellschaftliche Stellung der Familie rückschließen lassen.

    Gerade Namen wie Mandy (Ostdeutschland), Sepp (tiefstes Bayern), Chantal (Berlin Neukölln oder Bordsteinschwalbe) etc. Sind wir doch mal ehrlich … Mit gewissen Namen verbindet man einfach gewisse Berufe, Begebenheiten, Orte etc.

    Für uns ist bei der Namensgebung sehr wichtig gewesen, dass unsere Kinde keine Modenamen haben. Marie-Sofie, Luca etc. kann ich nicht mehr hören. Es wird so kommen, dass der Lehrer sagt: “Luca, komm bitte an die Tafel!” und von 5 Tischen her wird gefragt: “Bin ich gemeint?”. Sowas ist doch für ein Kind auch nicht schön!

    Ich mag prinzipiell keine verniedlichenden Namen. Man kann sein Kind Stephanie nennen, aber nicht Steffi. Also gesprochen schon, aber nicht eingetragen. Genauso mit Martina und dann Tina. Bei Jungs finde ich es noch krasser. Dann lasse ich lieber einen Maximilian eintragen, als einen Maxi. Oder einen Daniel anstatt einen Dani oder Danny.

    Ich stelle mir immer vor, der Junge wird mal ein Mann in sehr gehobener Führungsposition. Sagen wir mal Vorstand. Und dann stellt er sich einem Geschäftspartner vor mit “Maxi Lautenschlager”. Der nimmt ihn doch als Geschäftspartner oder Verhandlungspartner gar nicht mehr ernst.

    Unsere Tochter hat, obwohl wir alle aus Deutschland kommen, 2 arabisch / muslimische Namen bekommen. Sie heißt Senada Yasmin. Der 1. Vorname ist nach ihrer Patentante und weil wir einen Doppelnamen wollten, haben wir lange gesucht, bis wir den 2. als passend befanden.

    Unser 2. Kind – wir wissen noch ob es Junge oder Mädchen wird – wird entweder eine Clarissa oder ein Gerrit. Leider musste ich jetzt feststellen, dass Gerrit allein auch nicht zulässig ist. Aber wir wollten ihm ohnehin noch als Zweitnamen den Zweitnamen des Schwiegerpapas geben. Dann wäre er ein Gerrit Max. Hoffentlich ist das dann zulässig.

    • Chris sagt:

      Genau, nennen wir das blonde, urdeutsche Kind doch einfach Achmed Wurzelhuber oder das türkische Mädchen Waltraud Al-Rashia … Eine Super-Idee, einfach ‘mal was Ausgefallenes, da kann sich das Kind dann am Besten mit identifizieren … ist bestimmt irre lustig für die beiden ! Den italienischen Eltern rate ich dann noch zu Takumi Bertolazzi und den Griechen zu Olugbenga Nikolaidis. Eine toller Kontinent-übergreifender Ohrenschmaus ! Und wenn dann noch eine afrikanische Familie ihr Kind Bianca nennt, und eine chinesische ihres Lars-Isak, dann hat der Schwachsinn endlich System. Bravo, Leute ! Ihr wisst, wie man seine Kinder von Anfang an bestraft …

  • Jenny sagt:

    Wie ihr sehen könnt heiße ich Jenny und finde den namen eig ganz ok, nur leider fragen mich immer erstmal alle ob ich nicht eig Jenifer oder so heiße^^ Es ging sogar schonmal soweit das ich meinen Personalausweiß zeigen musste, damit der mit glaubte^^”

    Und ich würde gerne meine Tochte Isabella-Lucy nennen, was haltet ihr davon?

    Liebe Grüße
    Jenny ;)

  • rena sagt:

    Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, sind die meisten von euch gegen ausgefallene Namen und wünschen sich mehr altmodische. dann stellt euch mal folgendes vor:
    Ihr kommt zu einer alten Freundin, die ihr seid langem nicht mehr gesehen habt. Sie erzählt euch, dass sie einen 3-jährigen Sohn hat.
    sie geht kurz weg und kommt mit einem niedlichen Kleinkind wieder. Ihr fragt sie, wie der Kleine denn heißt und sie antwortet: “Hans-Dieter”
    Ich finde das genauso schrecklich wie “Chantal-Kimberly Maier” o. ä.. Mit Namen die schon etwas überholt sind, fallen Kinder genauso unangenehm auf, wie mit exzentrischen.
    Meine Töchter sind Zwillinge und heißen Annabel und Cleopatra, genannt Bella und Cleo. “Cleopatra” ist zwar auch etwas seltsam, aber ich finde, dass der Name nicht so “abgedroschen” wie Chantal klingt und zudem zeigt, dass sie eben nicht aus einer´”bildungsfernen” Schicht stammt, obwohl sie nicht Waltraud heißt.

  • Bec sagt:

    Mit Namen für Kindern sollte man immer vorsichtig sein, natürlich muss man bedenken ob es dem Kind gut tut so zu heißen oder ob ein anderer Name geeigneter wäre, aber es ist auch wichtig dabei nicht aus den Augen zu verlieren was einem selbst als Mutter oder Vater gefällt.

  • interessierter_Beobachter sagt:

    Liebe Website-Owner:
    vielleicht könntet ihr Eure Seite ein wenig stringenter aufbauen:
    Unter “erlaubte Vornamen” findet sich
    Der nach dem Recht Südafrikas rechtmäßig erworbene und langjährig geführte Vorname “Frieden Mit Gott Allein Durch Jesus Christus” ist in das Familienbuch einzutragen; ein Verstoß gegen den ordre public liegt nicht vor.
    10.01.1996 – R 1996, 86 OLG Bremen 1 W 49/95

    und unter “nicht zulässige Namen”

    Der Vorname “Frieden Mit Gott Allein Durch Jesus Christus” kann wegen Verstoßes gegen den ordre public nicht in ein deutsches Personenstandsbuch eingetragen werden, auch wenn er nach dem den Namenserwerb regelnden Recht von Südafrika rechtmäßig erworben und inzwischen 15 Jahre lang geführt wurde.
    06.07.1995 – R 1996, 46 LG Bremen 2 T 359/95

    ich gehe mald avon aus, dass aufgrund des neueren Datums der erste Eintrag gilt. Aber wenn ihr den zweiten einfach öscht, wird es deutlich einfacher

  • Monica sagt:

    Nachdem ich alle Beiträge gelesen habe, kann ich mir nur an den Kopf fassen.
    Es gibt wirklich verrückte Menschen und die Kinder müssen es ausbaden.
    Ich lebe in Italien, mit einem italienischen nachnamen und meine Kinder heissen Angela und Riccardo.
    Aber selbst Hans-Dieter ist besser als alles andere was ich gelesen habe.
    Nicht nur auf das Kind muss man Rücksicht nehmen, das so einen Namen ein Leben lang tragen muss, sondern auch auf die Kombination Vor und Nachnamen.
    Chris sagt:
    17. November 2011 um 06:07

    Genau, nennen wir das blonde, urdeutsche Kind doch einfach Achmed Wurzelhuber oder das türkische Mädchen Waltraud Al-Rashia … Eine Super-Idee, einfach ‘mal was Ausgefallenes, da kann sich das Kind dann am Besten mit identifizieren … ist bestimmt irre lustig für die beiden ! Den italienischen Eltern rate ich dann noch zu Takumi Bertolazzi und den Griechen zu Olugbenga Nikolaidis. Eine toller Kontinent-übergreifender Ohrenschmaus ! Und wenn dann noch eine afrikanische Familie ihr Kind Bianca nennt, und eine chinesische ihres Lars-Isak, dann hat der Schwachsinn endlich System. Bravo, Leute ! Ihr wisst, wie man seine Kinder von Anfang an bestraft
    Leute, überlegt doch mal…..was wäre wenn eure Elten genauso gedacht hätten.

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