Was tun, wenn kleine Kinder Durchfall haben
(ots) – Natürlich beunruhigt es Eltern, wenn sie in der Windel ihres Babys mehrmals am Tag breiigen Stuhl finden. Aber ein Grund, gleich zum Arzt zu gehen, muss das nicht sein. Wenn das Kleine gut trinkt, kein Fieber hat und fröhlich ist, kann man abwarten. Steigt jedoch die Temperatur und will es plötzlich nicht mehr trinken, ändert sich die Situation: dann sollte unbedingt ein Arzt das Kind anschauen. ”Es ist auch sinnvoll, das Kind nach der ersten Durchfallwindel zu wiegen, damit man die Gewichtsentwicklung im Auge behalten kann”, sagt Dr. med. Bernward Fröhlingsdorf, Kinder- und Jugendarzt aus Bremen, im Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Schneller Gewichtsverlust ist immer ein Zeichen für Austrocknung. Mag ein Kind nicht trinken, sollte ein Arzt es untersuchen. Gleiches gilt, wenn der Durchfall länger als 24 Stunden anhält, selbst wenn das Kleine dann noch lebhaft ist.
Was Kinder essen und trinken sollen, wenn ihr Darm rebelliert
(ots) – Eine strenge Teediät, wie sie früher verordnet wurde, wenn Kinder Durchfall haben, sehen Ärzte heute nicht mehr als notwendig an. Im Gegenteil: Man sollte die Kleinen zum Essen ermutigen. ”Die Kinder brauchen Kohlenhydrate und Energie, um gesund zu werden”, sagt die Kinderärztin Dr. med. Michaela Seeland, vom Sächsischen Landesverband der Kinder- und Jugendärzte, im Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Alles, was dem Kind schmeckt und was drinbleibt, ist erlaubt. Es soll aber immer leicht Verdauliches sein, wie Weißbrot, Zwieback, Nudeln, Kartoffeln oder Bananen. Kleine, aber häufigere Mahlzeiten sind besser als wenige große. Scharf Gewürztes, Fetthaltiges und Süßigkeiten sind nicht geeignet. Babys, die gerade erst Beikost bekommen, tut Karottenbrei gut. Sehr wichtig ist jedoch, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, am besten mit Wasser oder Tee, zum Beispiel aus Fenchel, Kamille oder Pfefferminze. Bitte keine Milch, Säfte oder Softdrinks, da der angeschlagene Darm sie nur schwer verdaut. Bei Kleinkindern kann Durchfall schnell zur Austrocknung führen. Die Kinder sind dann sehr geschwächt. Sobald sie nicht mehr trinken wollen, müssen die Eltern mit ihnen zum Arzt.
Siehe auch:
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