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Kein Kaiserschnitt für besseren Sex

Eine natürliche Geburt beeinträchtigt die Liebesfähigkeit nicht.

“Blanker Unsinn!” Dieses drastische Urteil fällt Privatdozent Dr. med. Kai J. Bühling, Gynäkologe am Klinikum für Geburtsmedizin der Berliner Universitätsklinik Charité, über die Behauptung, eine natürliche Geburt beeinflusse den Sex auf Dauer negativ. “Aus diesem Grunde sollte man sich nicht für einen Kaiserschnitt entscheiden”, sagt er im Apothekenmagazin “Baby und Familie”. Der Experte hält nichts von dem aus Amerika kommenden Slogan “Save your love channel” (Rette deinen Liebeskanal). Größere Verletzungen bei Geburten seien selten. Eine Studie der Charité ergab, dass 90 Prozent aller jungen Mütter sechs Monate nach der Niederkunft wieder erfüllenden und schmerzfreien Geschlechtsverkehr haben.


Die meisten Frauen wollen keinen Kaiserschnitt

Krankenkassenstudie: Nur zwei Prozent wünschen Schnittentbindung

Nur zwei Prozent aller Frauen hierzulande wünschen sich einen Kaiserschnitt. Das ergab laut einem Bericht des Apothekenmagazins “Baby und Familie” eine Studie der Gmünder Ersatzkasse. Diese Zahl steht in krassem Gegensatz zum tatsächlichen Anstieg der Schnittentbindungen: Ihr Anteil ist in den vergangenen zehn Jahren von 17 auf 27 Prozent gestiegen.


Geburten: Trend zur OP

Immer mehr Kaiserschnitte

Schon jedes fünfte Kind in Deutschland kommt per Kaiserschnitt auf die Welt, berichtet das Apothekenmagazin Gesundheit. Ärzte wählen häufiger diesen für sie risikoärmeren Weg, um juristische Konsequenzen bei Komplikationen zu vermeiden. Auch Kliniken wissen die Vorteile zu schätzen: Sie können die Geburten besser planen und bekommen sie doppelt so hoch vergütet wie eine natürliche Geburt.

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