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Was Kinder schon vor der Geburt lernen können

Schlau durch sportliche Mama

Mäusekinder von bewegungsfreudigen Müttern haben mehr Hirn

Werdende Mütter, die sportlich aktiv sind, könnten dadurch die Hirnentwicklung ihres Nachwuchses fördern.

Das, so berichtet das Apothekenmagazins “Baby und Familie”, vermuten zumindest Forscher des Max-Delbrück-Centrums für molekulare Medizin in Berlin. Sie beobachteten, dass Nachkommen von Mäusen, die im Laufrad trainierten, 40 Prozent mehr Nervenzellen im Hippocampus bildeten als die Babys träger Mäusemütter. Diese Hirnregion ist für das Lernen und das Gedächtnis zuständig. Inwieweit sich die Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen, steht aber noch nicht fest.



Die Macht der Musik im Mutterleib

(ots) – Ungeborene Kinder haben offenbar ein besonderes Faible für Musik. Hat die werdende Mutter während der Schwangerschaft bereits Schlaflieder gesungen, können diese nach der Geburt auf das Kind eine beruhigende Wirkung haben, berichtet das Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Dass Musik zu den Ungeborenen vordringt und von ihnen aufgenommen wird, belegen unterschiedliche Beobachtungen. So berichtet der kanadische Dirigent Boris Brott, als junger Mann habe er entdeckt, dass er bestimmte Musikstücke kannte, ohne sie je gehört zu haben. Des Rätsels Lösung: Seine Mutter, eine Cellistin, hatte diese während der Schwangerschaft immer wieder geübt. In England wurde beobachtet, dass Babys von Schwangeren, die regelmäßig eine bestimmte Seifenoper schauten, sich von deren Erkennungsmelodie nach der Geburt besonders gut beruhigen ließen. Musik, sei sie nun ernst oder trivial, sollte dabei aber vor allem dem Wohlfühlen dienen – und nicht der musikalischen Früherziehung. “Sicherlich wird aus keinem Kind ein Musiker, nur weil man ihm Mozart vorspielt”, bremst der Göttinger Hirnforscher Professor Dr. Gerald Hüther denn auch falsche Erwartungen.


Gehirnjogging im Mutterleib

Schon vor seiner Geburt hat ein Baby über viele Wochen und Monate seine Sinnesorgane und das Gehirn trainiert. Im Mutterleib wird es eben nicht nur mit Nahrung versorgt, sondern die Informationsverarbeitung setzt ein und das Gehirn entwickelt sich, berichtet die Zeitschrift bild der wissenschaft in der Ausgabe Februar 2006. Hören, Sehen, Schmecken, Riechen - alles wird schon im Bauch der Mutter angelegt. Sinneseindrücke und Training beeinflussen die Reifung und Vernetzung des Gehirns nicht erst nach der Geburt – wie früher von Forschern angenommen -, sondern schon wenige Wochen nach der Zeugung.

Schon ab der sechsten Schwangerschaftswoche können Embryonen etwa Berührungen an Lippen und Nase spüren. Später, in der zweiten Schwangerschaftshälfte erzeugt der Embryo durch Stöße und Tritte von Armen und Beinen eine erste Landkarte über den eigenen Körper im Gehirn. Auch lernt das Ungeborene im Uterus, wie seine Mutter riecht und schmeckt: Neben der Nährstoffversorgung über die Plazenta trinkt es auch Fruchtwasser und trainiert so die Geschmacksknospen.

Ab der 24. Schwangerschaftswoche werden die Anlagen für das Hör-Erleben gelegt. Der Fötus scheint auf Signale von außen zu Lauschen. Zu eintönig sind ihm dann Atmung, Herzpochen und Darmgluckern der Mutter. Versuche haben gezeigt, dass nach der Geburt nicht nur Stimmen wieder erkannt werden, sondern auch Melodien aus den Lieblingsfernsehsendungen der Mutter oder das Brummen des Computerlüfters. Letzteres wird dann zum bevorzugten Einschlaflied des Babys.

All dies zeigt den Forschern, dass Kinder bereits im Mutterleib anfangen zu lernen. Die meisten Gehirnzellen, die der werdende Mensch im späteren Leben brauchen wird, entstehen schon in der ersten Schwangerschaftshälfte. In Spitzenzeiten bilden sich eine halbe Million Nervenzellen pro Minute.

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