Väter: Burn-out nach zwei Jahren
Viele Paare unzufrieden mit der Arbeitsteilung
In jeder zweiten jungen Familie mit Kindern arbeitet der Mann Vollzeit und die Frau ist nicht erwerbstätig. Diese Konstellation wünschten sich aber nur 5,7 Prozent der Paare, sagt der Sozialpsychologe Volker Baisch im Interview mit dem Apothekenmagazin “Baby und Familie“. Er hat die Erfahrung gemacht, dass darin ein großes Konfliktpotential liegt, das ”mittelfristig zu Trennungen führt”.
Jeder dritte Vater zeige zwei Jahre nach der Geburt eines Kindes ein Burn-out-Syndrom. Die Doppelbelastung sei enorm. Baisch empfiehlt Frauen und Männern, sich Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung zu teilen. “Engagierte Väter sind viel glücklicher in ihrem Leben”, betont er. “Sie haben auch eine wesentlich niedrigere Scheidungsrate als Männer, die das traditionelle Modell wählen.”
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Ein echter Papa
Mit Trauschein sind “soziale Väter” noch fürsorglicher
(ots) – Auch wenn es nicht das eigene Kind ist – Männer, die eine Frau mit Anhang heiraten, entwickeln genauso gute Vater-Qualitäten wie leibliche Papas, berichtet das Apothekenmagazin “Baby und Familie“. Laut einer Studie der Universität von Wisconsin-Madison (USA) übernehmen “soziale Väter” ebenso viel Verantwortung in der Erziehung wie leibliche Papas in der Familie. Aber: Lebten sie ohne Trauschein mit der Mutter zusammen, hielten sie sich eher zurück.
Siehe auch:
- Männer bereiten sich auf ihre Rolle als Väter vor
- Wie Eltern Schlafunterbrechungen durch ein Baby überstehen
- Wenn Mann ein Baby bekommt
- Tipps für “schwangere Väter”
- Infos für werdende Eltern