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Kinderlos: Selten ist die Psyche schuld

Kinderlos durch übermäßige Fixierung auf den Kinderwunsch – wissenschaftlich gibt es für diese häufig geäußerte Vermutung keinerlei Belege.

Das sagt Dr. Tewes Wischmann, Diplompsychologe von der Universität Heidelberg im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” . Das Vorurteil kann betroffene Frauen aber stark belasten: Es vermittelt den Eindruck, dass sie sich falsch verhalten.


Oft vermuten Laien psychische Gründe hinter der Kinderlosigkeit, weil sie Einzelbeobachtungen überbewerten. “Ein Mythos” sei es etwa, dass Frauen häufig schwanger werden, nachdem sie ein Kind adoptiert hatten. Zahlen stützen diese Behauptung nicht. Selbst der Einfluss von Stress auf die Fruchtbarkeit werde meist überschätzt. Die Psyche sei in nur fünf Prozent aller Fälle an Fruchtbarkeitsstörungen beteiligt.


Rund und fruchtbar

Die runde Form gut genährter Eizellen bedeutet höhere Empfängnisbereitschaft

(ots) – Spermien lieben schöne, kugelrunde Eizellen, denn diese sind besonders fruchtbar. Der Reproduktionsmediziner Dr. Markus Montag von der Universität Bonn stellte fest, dass die Erfolgsaussichten einer künstlichen Befruchtung steigen, wenn dafür möglichst ebenmäßig geformte Eizellen ausgesucht werden, berichtet die “Apotheken Umschau”. Die regelmäßige Form sei ein Indiz für den guten Ernährungszustand der Zellen. Bei optimaler Vorauswahl konnte der Mediziner in 13 von 20 Fällen eine Schwangerschaft durch Einspritzen eines Spermiums in die Einzelle (intracytoplasmatische Spermieninjektion – ICSI) erzielen. Die Erfolgsquote lag damit mehr als doppelt so hoch wie üblicherweise bei diesem Verfahren.


90-60-90: Formel für Mutterfreuden

Kurvenreiche Frauen werden schneller schwanger

Frauen mit großem Busen und schmaler Taille werden leichter schwanger als hagere Geschlechtsgenossinnen, berichtet das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”. Herausgefunden hat dies ein internationales Forscherteam um die Humanbiologin Grazyna Jasienska von der Universität Krakau (Polen). Die aufregend gerundeten Frauen haben einen höheren Östradiol-Gehalt im Blut. Das, so die Wissenschaftler, verschaffe ihnen eine zwei- bis dreimal höhere Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden.


Männer im Zeugungsstreik

Wer die Geburtenrate anheben will, muss die Einstellung der Männer ändern

Viel mehr Männer als Frauen wollen keine Kinder. Jeder vierte Mann möchte kinderlos bleiben, aber nur jede siebte Frau, sagen Bevölkerungsforscher. Diese Einstellung der Männer hat sich im vergangenen Jahrzehnt dramatisch entwickelt, denn noch 1992 wollten nur rund zwölf Prozent keine Kinder, berichtet das Apothekenmagazin “Baby und Familie” unter Berufung auf Zahlen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Nach Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wollen Männer oft erst eine Familie gründen, wenn sie sich materiell sicher fühlen. Nicht selten kommt dieser Zeitpunkt aber zu spät für die Partnerin. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat in ihrer Studie “männerleben” darüber hinaus aber auch eine Gruppe von Männern ausgemacht, die ihre Freizeit nicht gegen Erziehungsarbeit eintauschen wollen.


Fruchtbarer Altersunterschied

Warum Männer jüngere Partnerinnen vorziehen

Dass reifere Männer sich zu jüngeren Frauen hingezogen fühlen und umgekehrt, hat einen biologischen Sinn, berichtet das Apothekenmagazin “Baby&Familie“. Diese Konstellation bringt besonders viele Nachkommen hervor. Wiener Forscher fanden bei einer Untersuchung mit 11600 Personen beiderlei Geschlechts heraus, dass Männer, die sechs Jahre älter sind als ihre Frauen, durchschnittlich die meisten Kinder haben. Die Wissenschaftler vermuten: Die Männer rechnen mit der höheren Fruchtbarkeit der Partnerinnen. Die Frauen wagen mehr Nachwuchs, weil die reiferen Herren sie finanziell gut absichern.

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