Was Mamas Essverhalten mit Babys Zukunft zu tun hat
Nicht für zwei essen
Schwangere müssen für zwei essen? Diese Volksweisheit ist überholt. Ein ständiger Nahrungsüberfluss kann dem Baby sogar schaden, denn dadurch werden seine Hormon-Messfühler im Gehirn falsch geeicht. Sie schütten hohe Mengen an Insulin aus und nehmen den Überfluss als normal an. “Diese kleinen Nimmersatts entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit später selbst Übergewicht”, erklärt Professor Dr. Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung Stoffwechselstörungen am Dr. von Haunerschen Kinderspital München, im Apothekenmagazin “Baby und Familie”. Damit trügen die Kinder auch schon das Risiko für Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Erhöhung der Blutfette, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in sich. Frauen, die ohnehin schon mit Übergewicht kämpfen, sollten möglichst vor einer geplanten Schwangerschaft abnehmen. Während das Baby heranwächst, sind Diäten tabu.
Schutz vor Diabetes
Schwangere, die viel Gemüse essen, geben ihren Ungeborenen möglicherweise einen Schutzschild gegen Diabetes-Typ-1 mit, berichtet das Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Das Blatt beruft sich auf schwedische Forscher, die 6000 Fünfjährige untersuchten. Drei Prozent davon waren bereits erkrankt oder zeigten Risikofaktoren. Das Diabetes-Risiko war verdoppelt bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft kaum Gemüse gegessen hatten und am niedrigsten, wenn die Mutter jeden Tag Grünes verzehrte.
Siehe auch:
- Schlaue Sprüche für werdende Mütter
- Warum Stillen die Kinder vor Übergewicht schützt
- Jede neunte Schwangere genehmigt sich ab und zu ein Gläschen Alkohol
- Was zuckerkranke Schwangere für ihren Nachwuchs tun können
- Ernährung während der Schwangerschaft