Kinderglück trotz Rheuma

Die meisten Frauen mit rheumatoider Arthritis dürfen schwanger werden

(ots) – Noch vor einigen Jahren rieten Ärzte Frauen, die an schwerem Rheuma litten, von einer Schwangerschaft ab. Heute befürworten sie bei sorgfältiger Planung den Kinderwunsch in den meisten Fällen, berichtet die “Apotheken Umschau”. Ein Problem sind die Rheuma-Medikamente, die das Ungeborene schädigen könnten. Rheumatologe und Frauenarzt sollten bei der Vorbereitung und Begleitung der Schwangerschaft zusammenarbeiten. Ein für das Ungeborene gefährliches Medikament muss dann zum Beispiel durch ein unbedenkliches ersetzt werden. Ideal ist es, die Schwangerschaft in einer schubfreien Zeit mit wenig Beschwerden zu planen. Ein Großteil der Frauen mit entzündlichem Gelenkrheuma erlebt die Schwangerschaft übrigens als eine beschwerdearme Zeit. Gelenkschmerzen und -schwellungen gehen zurück und die Beweglichkeit verbessert sich. Kurz nach der Geburt erleben 80 bis 90 Prozent der Frauen allerdings wieder einen Krankheitsschub und sie benötigen sogenannte Basistherapeutika. Diese finden sich dann leider in der Muttermilch, so dass die jungen Mütter meist nur kurze Zeit stillen können.




Schwanger trotz Transplantation

Frauen mit Spenderorganen haben schon rund 20000 Kinder ausgetragen.

(ots) – Leben Frauen mit einem transplantierten Organ, schließt dies nicht aus, dass sie Kinder bekommen. Mehr als 20.000 solcher Schwangerschaften seien bereits weltweit dokumentiert, berichtet das Apothekenmagazin “Baby und Familie”. Die Schwangerschaft muss aber gemeinsam mit den behandelnden Ärzten geplant werden. Voraussetzung ist, dass die Organe – am häufigsten sind dies Nieren – einwandfrei arbeiten und die Frauen keinen Bluthochdruck haben. Während der Schwangerschaft werden die Medikamente, die das Transplantat vor einer Abstoßung schützen, auf Mittel umgestellt, die das Kind nicht schädigen. Die werdenden Mütter gelten aber immer als Hochrisikoschwangere. Meistens kommen die Kinder ein paar Wochen vor dem Geburtstermin per Kaiserschnitt zur Welt und sind etwas zu klein. Langzeitfolgen für das Kind durch die Immundepressiva der Mutter wurden bisher nicht beobachtet.

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