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Übungsprogramm “Kinaesthetic Infant Handling”

(ots) Aus Amerika kommt ein Trend, der bewegt: Er hat den komplizierten Namen Kinaesthetic Infant Handling, aber eine einfache und einleuchtende Idee: Babys können und wollen sich bewegen – und es ist der Job der Erwachsenen, sie darin zu unterstützen.

Dr. Lenny Maietta und Dr. Frank Hatch, die Entwickler des Programms, gehen davon aus, dass es für Babys unbefriedigend ist, immer nur passiv von Erwachsenen bewegt zu werden, berichtet die Zeitschrift ELTERN in der Ausgabe vom 13. Mai 2009. Trotzdem haben sich im Umgang mit Babys auch bei uns viele Handgriffe eingebürgert, die Neugeborene komplett zur Untätigkeit zwingen: Sie werden hochgehoben und hingelegt, ohne dabei in irgendeiner Form mithelfen zu dürfen.

Hier setzt Kinaesthetic Infant Handling an: Denn, so Maietta und Hatch, es sei ganz einfach, das alltägliche Wickeln, Tragen oder Ins-Bett-Legen so zu gestalten, dass das Baby nicht passiv bewegt wird, sondern sich mit den Eltern gemeinsam bewegt. Beispiel: Die Eltern gesellen sich zu ihrem Kind auf die weiche Krabbeldecke. Sie beobachten, welche Bewegung das Baby probiert – und vollziehen sie mit ihm zusammen nach. Dreht sich der Säugling beispielsweise aus der Rückenlage auf die Seite, können Eltern sich selbst auf den Rücken legen, das Baby in derselben Lage auf sich drauf, und die Bewegung mit ihm gemeinsam machen.

Kinderkrankenschwestern, die in KIH geschult wurden, berichten von einem sehr positiven Einfluss auf Körpergefühl, Balance, Geschicklichkeit und Selbstsicherheit. Aber das Beste ist: Eltern können sofort anfangen – ohne Kurs, fest vorgeschriebene Griffe oder komplizierte Übungen. Sondern allein mit einfachen Anregungen, sich gemeinsam mit dem Baby so zu bewegen, dass es aktiv mitmachen kann!

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