Pränataldiagnostik – Ultraschall ist unbedenklich
Schwangerschafts-Studie: Reifung der Kinder nicht beeinträchtigt
(ots) – Die mehrfache Ultraschallkontrolle einer Schwangerschaft beeinträchtigt die Reifung der Kinder nicht. Das ergab, laut einem Bericht des Gesundheitsmagazins Apotheken Umschau, eine neue Studie der Universität von Westaustralien in Perth.
Die Forscher verglichen die Entwicklungsdaten von mehr als 2700 Kindern. Die eine Hälfte war während der Schwangerschaft fünfmal per Ultraschall untersucht worden, die andere nur einmal. Die Forscher fanden weder bei der Körpergröße, noch in der neurologischen Entwicklung, beim Sprech- und Ausdrucksvermögen oder im Sozialverhalten auffällige Unterschiede. Diese Studie widerlegt eine zehn Jahre alte Untersuchung. Sie hatte zu der Behauptung geführt, die wiederholten Ultraschalluntersuchungen führten zu Wachstumsstörungen.
Risikocheck für Babys verbessert
Datenbank der Uni Jena hilft Eltern bei genetischen Auffälligkeiten Ungeborener
(ots) – Mit Hilfe einer Datenbank der Universität Jena können Eltern mehr Gewissheit über das Risiko ihres Kindes erhalten als je zuvor. Wurde bei einer Fruchtwasseruntersuchung festgestellt, dass beim Ungeborenen eine genetische Veränderung vorliegt, kann sie mit Hilfe dieser Datenbank und eines kleinen “Markerchromosoms” genauer bestimmt werden. ”
Wir können keine absolute Sicherheit geben, aber Eltern erhalten mehr Informationen” erklärt PD Dr. Thomas Liehr, Biologe und Leiter der Arbeitsgruppe molekulare Zytogenetik an der Universität Jena, im Apothekenmagazin “Baby und Familie”. Auf Basis dieser Informationen können Eltern dann besser entscheiden, ob die Schwangerschaft fortgesetzt werden soll. Noch vor wenigen Jahren konnten Genetiker meist nur das Risiko pauschal mit 70:30 für eine mögliche Behinderung beziffern. Liehr listet den Eltern nun auf, wie viele vergleichbare Fälle es weltweit schon gegeben hat und wie oft Babys dann tatsächlich krank oder behindert waren. “Das ist viel fundierter, als die alte 70:30-Verteilung”, betont er. “Die deutschen Labore kennen uns mittlerweile und schicken uns schwierige Fälle.” Aber auch verunsicherte Eltern selbst können sich an sein Labor wenden. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Untersuchung.
Siehe auch:
- Die wichtigsten Tipps für eine entspannte Fahrt in den Urlaub
- Kinderlos: Selten ist die Psyche schuld
- Probleme nach der Geburt
- Tipps für die ersten Monate mit dem Baby
- Was zuckerkranke Schwangere für ihren Nachwuchs tun können