Eltern zum großen Teil Impfbefürworter
(ots) – Ob Röntgenstrahlen oder Impfungen: Über Sinn und Unsinn bestimmter Methoden und Medikamente wird unter Eltern immer wieder diskutiert. Kritiker sprechen von unnötiger Hysterie und befürchten Impfschäden. Die ständige Impfkommission (STIKO) rät hingegen zu Impfungen schon im ersten Lebensjahr und warnt vor dauerhaften Behinderungen als Folge von harmlos scheinenden Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln.
Dabei geben in einer Umfrage der Zeitschrift ELTERN und der Krankenkasse DAK nur jeweils ein Prozent der befragten Eltern an, dass für sie das Röntgen oder Impfen ihrer Kinder grundsätzlich nicht in Frage kommt. 91 Prozent haben mit Impfungen kein Problem, wenn der Arzt es zuvor empfohlen hat. Mit dem Röntgen erklären sich nach ärztlichem Rat noch 46 Prozent einverstanden.
Auch laut einer Umfrage des Apothekenmagazins “BABY und Familie” gehören Deutschlands Eltern zum großen Teil zu den Impfbefürwortern. Bei der Studie gaben acht von zehn der befragten Mütter und Väter (81,4 %) an, ihr Nachwuchs habe “einen möglichst vollständigen Impfschutz”. Knapp drei Viertel (72,9 %) gehen zudem mit ihren Kindern regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen.
Auch die Gabe von Antibiotika sehen Mütter und Väter nicht so kritisch wie gemeinhin angenommen: 41 Prozent haben damit kein Problem, wenn der Kinderarzt die Behandlung befürwortet.
Quellen:
Einerseits eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins “Baby und Familie”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 476 Männern und Frauen mit minderjährigen Kindern. Andererseits eine repräsentative Studie der Zeitschrift ELTERN und der Krankenkasse DAK, für die das Meinungsforschungsinstitut forsa 1.008 Mütter und Väter mit mindestens einem Kind bis 6 Jahre befragte.
Gepikst – und schon vergessen!
Babys protestieren zwar beim Spritzen gern, sind aber nicht nachtragend
(ots) – Wenn Kleinkinder eine Spritze benötigen, etwa für eine Impfung, leiden die Eltern oft mehr als die Kleinen. Den Piks vergessen Babys nämlich sofort wieder, so die Erfahrung des Kinder- und Jugendarztes Dr. med. Harald Tegtmeyer-Metzdorf aus Lindau. “Erst ab einem Alter von etwa 18 Monaten verschwinden unangenehme Erinnerungen nicht mehr so leicht”, erklärt er im Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Vorgesehene Impfungen, die bis zu diesem Zeitpunkt vorgesehen sind, sollten deshalb nicht unnötig hinausgeschoben werden. Sein Rat für Eltern, für die schon das Zuschauen beim Spritzen ein Problem ist: Lieber den Partner mitschicken, denn wenn Mutter oder Vater verkrampft dabeisitzen, überträgt sich das gern aufs Kind.
Siehe auch:
- Probleme trotz Elterngeld
- Babys lassen sich die Schlafdauer nicht vorschreiben
- Eine Leihmutterschaft kommt nur für wenige in Frage
- Hohe Ansprüche an Großeltern
- Paare streiten häufig nach der Geburt ihres Babys