Kinderwagen mit Schwenkschieber sind beliebt. Leider sind einige dieser Kinderwagen nicht sicher. Das Kind kann herausfallen, weil sich der Schwenkschieber aus der Halterung löst. Dadurch kann das Kind sich verletzen.

Europaweit verbindliche Normen für Kinderwagen mit Schwenkschieber gibt es noch nicht. Die großen Markenhersteller (u. a. Hartan, Teutonia, Gesslein, Hauck, Emmaljunga) bieten aber laut ARD-Ratgeber “Technik” sehr brauchbare Sicherungen.


Kinderwagen: Breiter Reifenabstand sorgt für Stabilität

(ots) – Ein Kinderwagen sollte bei jedem Wetter und in jedem Gelände sicher und komfortabel sein – für Eltern und Kind. “Ganz wichtig ist eine stabile Feststellbremse. Sie muss auf mindestens zwei Räder wirken”, rät Wilhelm Sonntag von TÜV Rheinland. Der Experte verleiht Kinderwagen das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Deshalb sollte man den Kinderwagen bereits im Geschäft mehrmals mit festgestellter Bremse hin- und herschieben. Die Reifen dürfen dabei nicht durchrutschen. Für Stabilität sorgen ein solides Gestell sowie ein möglichst breiter Reifenabstand. “Große, luftbereifte Räder federn Erschütterungen ab und garantieren, dass das Kind selbst auf unebenen Wegen ruhig liegt”, erklärt Sonntag weiter. Ob bewegliche oder feste Räder besser geeignet sind, hängt von dem geplanten Gebrauch des Gefährts ab. Kinderwagen mit beweglichen Rädern sind in der Stadt besonders wendig, lassen sich aber mitunter im Wald schwerer schieben. Ein guter Kompromiss sind feststellbare Räder, damit eignet sich das Fahrzeug für beide Einsatzzwecke.

Wer häufig öffentliche Verkehrsmittel nutzt, wählt eher ein schmales und leichtes Modell. Für Autofahrer sind Kinderwagen erforderlich, die sich gut zusammenklappen lassen. “Am besten probiert man gleich vor Ort, ob das Wunschmodell in den Kofferraum passt”, empfiehlt der Prüfer von TÜV Rheinland.


Nützliches Zubehör für Kinderwagen

  • Ein höhenverstellbarer Schiebegriff lässt sich auf die unterschiedliche Körpergröße der Eltern oder Großeltern einstellen und schont vor allem bei längeren Strecken ihren Rücken.
  • Regencapes erlauben Ausflüge auch bei schlechtem Wetter
  • ein anhängbares Trittbrett für ein älteres Geschwisterkind
  • herausnehmbare Tragetasche um das schlafende Baby zu transportieren. Allerdings empfiehlt es sich hier, auf die Maße zu achten: Die Tragetasche sollte so groß wie möglich sein, damit das Kind auch in Winterkleidung genügend Platz hat.

Augen auf beim Kinderwagenkauf

Kombi, Sportwagen oder Buggy? Bei der großen Auswahl an Kinderwagen und Zubehör haben Eltern oft die Qual der Wahl.

“Grundsätzlich gilt die bewährte Formel: sicher, praktisch und komfortabel”, weiß Wilhelm Sonntag von TÜV Rheinland. “Eltern sollten beim Kauf deshalb unbedingt darauf achten, dass der Kinderwagen über eine stabile Feststellbremse verfügt, die mindestens auf zwei Räder wirkt. Die Eltern sollten die Bremse beim Schieben leicht bedienen können.” Zum Testen einfach den Wagen im Geschäft mehrmals mit festgestellter Bremse hin- und herschieben. Dabei darf die Bremse sich nicht lösen. Auch ein Sicherheitsgurt für das Kind ist Pflicht. Das GS-Zeichen von TÜV Rheinland garantiert den Eltern außerdem, dass das von ihnen gewählte Modell von einem unabhängigen Dritten gemäß den gesetzlichen Sicherheitsstandards überprüft wurde.

“Achten Sie beim Kauf auch auf einen großzügigen und stabilen Einkaufskorb mit fester Bodenplatte unter dem Wagen”, empfiehlt Sonntag weiter. Schwere Einkaufstüten oder Netze, die am Schiebegriff befestigt werden, können den Kinderwagen schnell nach vorne kippen lassen. Ein möglichst breiter Reifenabstand sorgt hier für zusätzliche Stabilität. Bei zusammenklappbaren Modellen, wie Buggys oder Sportkinderwagen, ist besonders auf eine doppelte Klappsicherung zu achten. Diese verhindert, dass der Wagen versehentlich zusammenklappt und sich das Kind dabei wohlmöglich verletzt. Weitere wichtige Punkte: Passt das ausgesuchte Modell überhaupt in den Kofferraum und lässt es sich problemlos zusammenfalten? Schützt das Verdeck das Kind ausreichend bei Sonne oder Regen? Kann der Stoffbezug abgenommen und gewaschen werden?

Um die Wirbelsäule des Kindes zu schonen und Erschütterungen besser auszugleichen, sollte der Wagen mit einer guten Federung und großen luftgefüllten Reifen ausgestattet sein. Damit auch der elterliche Rücken schmerzfrei bleibt, unbedingt auf höhenverstellbare Griffe achten, die der Körpergröße angepasst werden können.

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