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Durchschlafen nicht im Programm

Säuglinge können nur eine knappe Stunde am Stück tief schlafen

Es gibt nur ganz wenige Babys, die von Beginn an die Nächte durchschlafen, denn Neugeborene besitzen noch keinen “zirkadianen Rhythmus”, der bei Erwachsenen Wach- und Schlafzeiten steuert. Durchschlafen haben Säuglinge nicht im Programm. Sie können nur eine knappe Stunde am Stück schlafen, dann werden sie für einen kurzen Moment wach, um erneut in den Tiefschlaf zu fallen. Nach drei bis vier solcher Zyklen bleiben sie längere Zeit munter.

Von Schlaflernprogrammen halten Experten trotzdem nichts. “Eltern müssen sich nicht ständig bemühen, damit ihr Kind Fortschritte macht”, zitiert das Apothekenmagazin “Baby und Familie” den Schweizer Kinderarzt und Autor Professor Dr. Remo Largo. Der Säugling entwickelt sich aus sich selbst heraus, wenn man ihn nur lässt – und wenn er sich geborgen fühlt. Dazu gehört es, getröstet zu werden, wenn das Kleine aufwacht und schreit. So lernt es leichter, sich selbst zu beruhigen und schläft besser. Der beste Platz für das Säuglingsbett ist das Schlafzimmer der Eltern. “Babys sind einfach nicht dazu gemacht, dass man sie allein lässt”, begründet dies Fabienne Becker-Stoll, Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München.


Keine Sorge, wenn Kleinkinder beim Einschlafen und Aufwachen unruhig sind

(ots) – In der Einschlaf- und Aufwachphase schlafen Kinder nicht sehr tief. In dieser Zeit träumen sie oft sehr lebhaft. Kein Wunder, dass Eltern sich Sorgen machen, wenn die Kleinen dabei wie wild den Kopf hin und her werfen. Aber Befürchtungen sind unbegründet, sagt die Kinderärztin Dr. Claudia Saadi im Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Die Kleinen verarbeiten so die Eindrücke des Tages. Ob sie dabei Albträume haben, kann niemand mit Sicherheit sagen. Saadi rät, in solchen Situationen leise mit dem Baby zu sprechen und es zu streicheln. “Meistens werden die Kinder dann schnell ruhiger.”


Allein schlafen lernen

Wie Babys Umzug aus dem Elternschlafzimmer ins eigene Reich besser gelingt

(ots) – Babys sind zum Schlafen am besten im Elternschlafzimmer aufgehoben, aber im eigenen Bettchen. Mit etwa einem Jahr raten Experten zum Umzug in ein eigenes Zimmer. Es kann ein paar Tage dauern, bis sich das Kind an die neue Umgebung gewöhnt, und oft fließen auch Tränen. Eltern sollten sich davon nicht allzu sehr verunsichern lassen. “Kinder merken schnell, dass sie die Eltern in der Hand haben”, sagt Dr. med. Alfred Wiater, Chefarzt der Kinderklinik des Kölner Krankenhauses Porz am Rhein, im Apothekenmagazin “BABY und Familie”. “Sie entwickeln dann ein ausgeprägtes Dominanzverhalten und zögern das Schlafen hinaus.” Sein Rat: Bauen Sie tagsüber Trennungen in den Alltag mit dem Kleinen ein. Verabschieden Sie sich immer wieder für kurze Zeit und verlassen Sie das Zimmer. So lernt der Nachwuchs, dass Trennungen von Mutter und Vater normal sind. Und vor allem: dass die Eltern zuverlässig zurückkommen.


Ja zum Familienbett – mit wichtigen Einschränkungen

(ots) – Unter jungen Eltern wird intensiv diskutiert, ob ein Baby mit ins Elternbett gehört. Die Befürworter des Familienbetts werden von Unicef und der Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützt, berichtet die Zeitschrift ELTERN in ihrer Ausgabe vom 18. Juni 2008.

Nach der Auswertung sämtlicher Studien, die es weltweit zu diesem Thema gibt, ermutigen Unicef und WHO Eltern zum Familienbett. So zeigen die neuesten Untersuchungen: Mütter schützen ihre Babys im Elternbett intuitiv durch unbewusste Berührungen sowohl vor dem Überhitzen als auch vor Atemstillständen in extremen Tiefschlafphasen. Beides ist seit langem als Risikofaktor für den gefürchteten plötzlichen Kindstod (SIDS) bekannt. Mütter, die direkt bei ihrem Baby schlafen, stillen häufiger und längere Zeit – und Stillen senkt das SIDS-Risiko um bis zu 50 Prozent. Videoaufnahmen von tausenden Familien im gemeinsamen Bett zeigen außerdem, dass niemand Angst haben muss, sein Baby im Schlaf zu überrollen.

Dennoch müssen junge Familien in puncto Familienbett einige wichtige Punkte beachten:

  • Im gemeinsamen Bett dürfen nur Nichtraucher schlafen, da mit einem Raucher das SIDS-Risiko deutlich steigt.
  • Im Familienbett darf kein Haustier schlafen.
  • Zwischen zwei Kindern muss ein Erwachsener liegen.
  • Das Baby liegt im Schlafsack und auf dem Rücken.
  • Niemand im Familienbett darf schwer krank, unter Einfluss von starken Medikamenten, insbesondere Schlafmitteln, oder betrunken sein.

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