Die neuen “Happy Baby”-Tricks aus den USA
Das macht Ihr Baby glücklich!
Zischen, Pucken, Schaukeln, die kontrollierte Bauch- und Seitenlage, Schnullern: Diese fünf sogenannten “Happy Baby”-Tricks, die schreiende Säuglinge wieder friedlich machen sollen, sorgen in den USA seit Monaten für Aufsehen. Die Zeitschrift ELTERN hat sie für ihre Ausgabe vom 13.12.2006 ausprobiert – mit dem überraschenden Ergebnis, dass sie klasse funktionieren.
Der “Erfinder” der Happy Baby-Tricks ist der kalifornische Kinderarzt Harvey Karp. Sein Elternratgeber ” Das glücklichste Baby der Welt” ist in den USA ein Bestseller. Karps Theorie: Der menschliche Nachwuchs wird drei Monate zu früh geboren – in diesem sogenannten “vierten Trimester” ist die Welt für alle Säuglinge ein verwirrender, ungemütlicher Ort. Laut Karp dauert es drei Monate, bis sich das Gehirn und der gesamte Organismus der Babys umgestellt haben.
Um in diesen drei Monaten aus schreienden kleinen Monstern friedlich schlummernde Engel zu machen, hat Harvey Karp seine “Fünf Werkzeuge für junge Eltern” entwickelt: Mit regelmäßigem Zischen, Pucken (das Baby straff in ein Pucktuch einwickeln), Schaukeln, dem Halten des Säuglings in der kontrollierten Bauch- und Seitenlage sowie Schnullern sollen Eltern die Lebensumstände, die ihr Baby im Bauch vorfand, imitieren und so ihren angeborenen “Ruhe-Reflex” auslösen.
Anfangs skeptisch hat Claudia Bodin, ELTERN-Korrespondentin in New York, die Happy Baby -Tricks mit ihrer heute vier Monate alten Tochter Paulina ausprobiert. Zu ihrem eigenen Erstaunen stellte sie nach drei Monaten fest: “Die Tricks haben funktioniert: Paulina ist tatsächlich ein Happy Baby!”
Fünf Dinge, die ein Baby glücklich machen
Ein glückliches, zufriedenes und ausgeglichenes Baby: Das wünschen sich alle Eltern. Natürlich bringt jedes Kind schon mit der Geburt eine eigene Persönlichkeit und individuelle Charakterzüge mit. Doch so unterschiedlich die Kleinen auch sind, so einfach ist es auch, Ihnen einen guten Start ins Leben zu geben. Die fünf wichtigsten Tipps für frisch gebackene Eltern hat das Online-Portal www.babyclub.de zusammengestellt.
1. Nähe schenkt dem Baby Geborgenheit
Neun Monate kann das Baby Mamas Wärme spüren, ihren Herzschlag hören und ganz viel Geborgenheit erleben. Kein Wunder, dass sich die Kleinen am wohlsten fühlen, wenn Sie Ihnen dieses Geborgenheitsgefühl zurückgeben. Beim Tragen im Tragetuch, bei der liebevollen Babymassage oder bei der täglichen Kuschelstunde: Babys lieben Streicheleinheiten und Körperkontakt. Übrigens: Optimalerweise ist Ihr Kind auch nachts ganz nah bei Ihnen. Das muss nicht im Elternbett sein – auch wenn das Babybettchen im Schlafzimmer steht, spürt das Baby die Nähe der Eltern. (Die kurze Distanz ist übrigens auch ein Vorteil beim nächtlichen Stillen!).
2. Stillen tut Mama und Baby gut
Muttermilch ist ein wahres Multitalent. Sie ist die gesündeste Ernährung für Babys in den ersten sechs Monaten, schützt vor Allergien und wirkt sich bis weit ins Kindesalter positiv auf die Kindesentwicklung aus. Mit dem Stillen wird die einzigartige Verbindung zwischen Mama und Baby auch nach der Geburt ganz natürlich fortgesetzt. Auch die Mama profitiert vom Stillen, denn es fördert die Rückbildung und stillende Frauen dürfen sich meist schneller wieder über ihr altes Gewicht freuen.
3. Zuviel Trubel stresst
Überfordern Sie Ihr Kleines nicht. Trauen Sie sich ruhig, den Besucheransturm nach der Geburt einzugrenzen und sich erst einmal im kleinen Rahmen an die neue Familiensituation zu gewöhnen. Auch später ist weniger mehr. Ein ständig laufender Fernseher, jeden Tag ein anderer Babykurs, ständige Ausflüge: Das überreizt das Baby. Lässt man hingegen ein Neugeborenes in Ruhe auf der Welt ankommen und es ganz langsam an sein neues Leben gewöhnen, profitieren davon letztlich auch die Eltern.
4. Rituale geben Sicherheit
Ein Gutenachtlied vor dem Schlafengehen, das gemeinsame Schmusen nach dem Wickeln, der tägliche Nachmittagsspaziergang: Kinder lieben die gleichen, immer wiederkehrenden Abläufe. Das finden Eltern vielleicht langweilig, die Kleinen aber toll, denn es strukturiert ihre kleine, neue Welt und schenkt ihnen Sicherheit und Vertrautheit. Schön ist es auch, wenn Papa und Baby ein gemeinsames Ritual haben, z.B. baden oder ins Bett bringen.
5. Tun Sie sich selbst etwas Gutes
Nur zufriedene Eltern haben auch zufriedene Babys. Gönnen Sie sich also ab und zu ganz bewusst kleine Auszeiten und Alltagsfluchten. Das kann ein entspannendes Vollbad sein, ein kleiner Einkaufsbummel, ein Abend zu zweit. Tipp für Stillmamis: Wie wär’s mal wieder mit einer Nacht ohne Aufstehen? Wenn Sie eine Milchration abpumpen und Ihr Partner am Wochenende das nächtliche Füttern übernimmt, können Sie mal wieder in Ruhe ausschlafen und Kräfte tanken . Eine Wohltat, die Ihnen ungeahnte Kräfte schenken wird!
Siehe auch:
- Was macht Säuglinge zufrieden?
- Fliegen – Baby bei Start und Landung an die Brust
- Tipps für die ersten Monate mit dem Baby
- Baby da, Liebe weg?
- Tipps zum Stillen