Kein Bauchweh durch Muttermilch
Muttermilch ist nach wie vor die beste Ernährung für Neugeborene, doch Drei-Monats-Koliken machen auch vor Stillkindern keinen Halt.
(openPR) – Viele frischgebackene Eltern plagen erste Probleme. Auch wenn Muttermilch noch immer die beste Kost für die Neuankömmlinge ist, leiden gestillte Babys häufig unter Verdauungsstörungen. Von Reflux, Blähungen, Verstopfungen und Durchfall sind die Kleinen stark gebeutelt, so dass ihnen zur Erleichterung nur die Schreiattacke bleibt. Nicht selten suchen Mütter den Fehler bei sich sowie ihrem eigenen Ess- und Trinkverhalten. Oft wird geraten, dass stillende Mütter auf die Lebensmittel verzichten sollten, die bei ihnen selbst Verdauungsprobleme auslösen. Doch der Darm einer Schwangeren, der sich in den Monaten vor der Geburt auf ein Minimum zusammenziehen musste, braucht seine Zeit, um sich wieder an das ursprüngliche Platzangebot zu gewöhnen. Somit kann nahezu jedes Lebensmittel Blähungen auslösen und ein Verzicht auf Essen bewirkt keine Besserung, sondern begrenzt mitunter sogar die Milchproduktion.
Neugeborene kämpfen eher mit sich selbst und ihrer Ankunft auf der Welt als mit blähenden Substanzen in der Muttermilch. Im Mutterleib ernähren sie sich ohne Unterlass, schließlich werden sie kontinuierlich durch das nährstoffreiche Blut über die Plazenta versorgt. Frisch auf der Welt angekommen, müssen die Säuglinge auf einen Verdauungsapparat zugreifen, der bislang nur in den Genuss von Fruchtwasser gekommen ist. Auf den mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versehenen Milchcocktail stellt sich der Verdauungsapparat nur langsam ein. Auch eine ausgeprägte Darmflora, um die Nahrung aufzuschließen, fehlt den Kleinsten. Der ständige Wechsel von Atmung und Nahrungsaufnahme bringt zusätzlich Luft in den Magen-Darm-Trakt ein und verstärkt so blähende Effekte.
Kurzum, nicht die Muttermilch ist schuld am Bauchweh, sondern die völlig normale frühkindliche physiologische Entwicklung. Während manche Mütter die Blähungen durch den Verzicht auf kohlensäurehaltige Getränke, Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Kohl in den Griff bekommen, bleibt anderen nur die Gabe von homöopathischen oder anthroposophischen Medikationen sowie Tropfen, die dem Verdauungssystem Ruhe verschaffen.
Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Muttermilch kann sowohl anregen als auch beruhigen
(ots) – Je nach Tageszeit entfaltet Muttermilch eine unterschiedliche Wirkung: nachts eher beruhigend, tagsüber vornehmlich anregend. Das berichtet das Apothekenmagazin “BABY und Familie” unter Berufung auf spanische Forscher. Daher raten Experten Frauen, die ihre Milch abpumpen: Immer die Uhrzeit auf der Flasche vermerken – und dem Baby die Morgenmilch morgens geben und die Abendmilch zum Einschlummern.
Siehe auch:
- Stillen ist ein Gesundbrunnen
- Durch Schwangerschaft zur schlanken Figur
- Probleme nach der Geburt
- Risiko durch Rauchen
- Schlafsack für Babys besser als Bettdecke