Amicella Logo

Tipps zum Stillen

Nuckeln will gelernt sein

Wie junge Mütter wunde Brustwarzen vermeiden

(ots) – Wenn frisch gebackene Mütter auf das Stillen mit wunden Brustwarzen reagieren, hat dies meist einen einfachen Grund: Das Kind liegt beim Trinken nicht richtig an. “Um die Haut einer Brustwarze durchzuscheuern, genügen schon zehn Minuten falsches Saugen”, erklärt Lisa Fehrenbach, Beauftragte für Stillen und Ernährung beim Deutschen Hebammenverband, im Apothekenmagazin “Baby und Familie”. “Die Brustwarze darf nicht am Gaumen des Kleinen anstoßen, sondern muss weiter hinten im Mund im weichen Gaumen liegen.” Bevor Mutter und Baby sich eine falsche Technik angewöhnen, sollte die Nachsorgehebamme um Rat gefragt werden. Sie kann zeigen, wie das Baby richtig angelegt wird. Damit sollte die junge Mutter nicht lange warten, denn die Kleinen wollen in 24 Stunden ja immerhin acht- bis 12-mal an die Brust. Geduld ist immer gefragt: In der Regel dauert es drei bis sechs Wochen, bis Mutter und Kind sich dabei aufeinander eingespielt haben.


Schnuller darf sein

US-Forscher finden keine Gründe gegen den Nuckel in der Stillzeit

(ots) – Lange galt: Babys, die von ihren Müttern gestillt werden, sollten auf einen Schnuller verzichten, um den Stillerfolg nicht zu gefährden. Amerikanische Forscher haben nun aber festgestellt, dass der Schnuller doch keinen Einfluss auf das Stillen hat, berichtet das Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Es beruft sich auf US-Forscher, die 29 Studien aus zwölf Ländern ausgewertet haben. Diese raten aber, dass Eltern ihr Kleines erst mit drei oder vier Wochen an den Nuckel gewöhnen. Bis dahin klappt es mit dem Stillen in der Regel schon recht gut.


Keine Diät in der Stillzeit

Überflüssige Pfunde junger Mütter schwinden ohnehin

Junge Mütter, die aus der Schwangerschaft noch ein paar Pfund zu viel auf den Hüften haben, sollten das Abnehmen nicht durch Kaloriensparen forcieren. “Normalerweise werden diese Reserven abgebaut, wenn die Mutter ihr Baby sechs Monate lang voll stillt”, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Petra Lührmann von der Universität Gießen im Apothekenmagazin “Baby und Familie”. Eine Diät würde die Gefahr heraufbeschwören, “dass die Mutter mit wichtigen Nährstoffen nicht ausreichend versorgt wird”, so Lührmann zur Begründung. “Zum anderen könnten Schadstoffe, die durch die Diät aus dem Körper der Mutter herausgelöst werden, in die Milch übergehen und dem Baby schaden.” Ist das Wohlfühlgewicht auch nach der Stillzeit noch nicht erreicht, sollte die Frau das Abnehmen ganz entspannt angehen. Crashdiäten funktionieren ohnehin nicht.


Windelwechsel besser nach dem Stillen

Der volle Bauch ermuntert Babys zum großen Geschäft

Ein Tipp für junge Mütter, doppelte Arbeit zu vermeiden: Erst stillen, dann die Windeln wechseln, rät das Apothekenmagazin “Baby und Familie”. Gerade bei jungen Säuglingen ist der frisch gefüllte Bauch ein Reiz, sich zu erleichtern. Dann aber sollte die volle Windel bald gewechselt werden – auch nachts, denn die Haut unter der Windel soll doch “zart wie ein Babypo” bleiben.


Über 90% aller Mütter wollen ihr Kind stillen

Eine Umfrage des Internetportals www.babyclub.de zum Thema Stillbereitschaft ergab eindeutige Ergebnisse. Von 746 teilnehmenden Frauen gaben 61% an, ihr Kind sechs Monate voll stillen zu wollen. Voll Stillen bedeutet hierbei, dem Baby ausschließlich Muttermilch zu geben und nichts zuzufüttern. Immerhin ein Drittel der Befragten sagte, dass sie stillen wollen, nannten jedoch keine Zeitangaben. Nur sechs Prozent gaben an, nicht stillen zu wollen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, einen Säugling sechs Monate voll zu stillen. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen einer gesunden physischen und psychischen Entwicklung des Kindes und dem Stillen. Muttermilch stärkt das Immunsystem des Babys sogar über das Säuglingsalter hinaus. Stillen fördert den Kontakt zwischen Mutter und Kind, vermittelt Wärme und Geborgenheit. Voll gestillte Kinder erkranken nicht so häufig an Magen-Darm-Infekten, Atemwegserkrankungen, Blasen- und Mittelohrentzündung und haben seltener Übergewicht oder Diabetes.

Kommentieren