Stillen trotz Job
Rechtzeitig vorbereiten, abpumpen, einfrieren
Auf den Job verzichten, weil das Baby Mamas Milch immer noch klasse findet? Das muss nicht sein! Mit der richtigen Organisation schaffen Mütter den Spagat, ermuntert sie das Apothekenmagazin “Baby und Familie“. Steht der Termin für den Wiedereintritt in den Job fest, sollte die Mutter zwei Wochen vorher mit dem Abpumpen beginnen. Dadurch kann sie bereits einen kleinen Vorrat anlegen und das Baby langsam an Flaschenmahlzeiten gewöhnen. Im Kühlschrank bei 4 Grad Celsius hält die Muttermilch drei Tage, im Gefrierfach bei minus 18 Grad bis zu sechs Wochen. Wenn später während der Arbeitszeit abgepumpt wird, muss Gelegenheit bestehen, die Milch sofort zu kühlen. Dazu gibt es zum Beispiel Stilltaschen mit einem Kühlfach. Am besten friert man Muttermilch portionsweise ein. Vor Gebrauch wird sie über Nacht schonend im Kühlschrank aufgetaut. Zum Erwärmen auf Körpertemperatur sind Fläschchenwärmer oder Wasserbad am besten. Ungeeignet ist die Mikrowelle, denn sie zerstört wertvolle Inhaltsstoffe. Wichtig: die Milch kein zweites Mal erhitzen.
Mütter dürfen während der Arbeitszeit ihr Baby stillen
Mütter haben ein gesetzlich verankertes Recht, während der Arbeitszeit ihr Baby zu stillen (Mutterschutzgesetz §7). Mindestens zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine Stunde muss der Arbeitgeber gewähren. Darüber informiert die Zeitschrift ELTERN FRAGEN & ANTWORTEN vom 19.4.2007.
Wer sein Baby mit ins Büro nehmen möchte, sollte in jedem Fall rechtzeitig mit dem Vorgesetzten darüber sprechen. Vorab muss nämlich auch geklärt werden, ob das mitgebrachte Kind nicht zum Beispiel durch Lärm oder unzureichende Hygiene gefährdet wird.
Siehe auch:
- Vorteile des Stillens
- Stillende Frauen im Beruf
- Warum Stillen die Kinder vor Übergewicht schützt
- Gute Nacht trotz Stillen
- Tipps zum Stillen