Neurodermitis bei Kindern behandeln
Bestseller-Autorin Hera Lind macht betroffenen Eltern Mut
(ots) – Neurodermitis muss kein Dauerschicksal sein. Vor allem bei Kindern bessert sich die Hauterkrankung, wenn sie älter werden. Die richtige Pflege kann die Abheilung unterstützen. Darauf weisen Bestseller-Autorin Hera Lind und die Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung hin.
Experten zufolge leiden mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland unter Neurodermitis. Besonders häufig tritt die anlagebedingte Hauterkrankung bei Kindern auf: Bereits jedes zehnte Kind im Vorschulalter hat mit den schuppigen, juckenden Hautstellen zu kämpfen. “Etwa 80 Prozent der erkrankten Kinder haben es mit einer leichten Neurodermitis zu tun”, erklärt Prof. Dr. Dietrich Abeck, niedergelassener Dermatologe aus München. “Wer in diesem Fall die vom Dermatologen empfohlene Hautpflege regelmäßig anwendet, kann die Krankheit erfolgreich besiegen.”
Bestseller-Autorin Hera Lind kann das bestätigen: Ihr erster Sohn Florian erkrankte bereits als Säugling an der chronischen Hauterkrankung. Mittlerweile hat der 17-Jährige die Neurodermitis in den Griff bekommen, “mit Vernunft und Willensstärke”, wie Lind sagt. Betroffene leiden jedoch nicht nur unter der Krankheit, sondern auch unter der damit einhergehenden Stigmatisierung. Betroffenen Eltern rät Hera Lind daher offen mit der Krankheit umzugehen – auch um Missverständnisse zu vermeiden. Denn Neurodermitis ist nicht ansteckend. “Man sollte sich nicht im Schneckenhaus verkriechen – lieber auf die anderen Mütter zugehen und ihnen die Sache erklären. Kinder lernen sehr schnell, einander mit allen Besonderheiten zu akzeptieren, solange man kein Tabu-Thema daraus macht”, so Lind.
Hintergrund: Neurodermitis
Das Risiko, an Neurodermitis zu erkranken, wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die Krankheit familiär gehäuft vorkommt. Vererbt wird die Neigung zu einer übermäßigen
Abwehrreaktion des Immunsystems.
In mehr als der Hälfte der Fälle tritt Neurodermitis bei Kindern bereits im Säuglingsalter auf. Erstes Zeichen kann der sogenannte “Milchschorf” sein, eine Rötung und Schuppenbildung an der Kopfhaut und den Wangen des Säuglings. Später zeigt sich Neurodermitis vor allem als extreme Trockenheit der Haut an Arm- und Kniebeugen, Gesicht und Hals, die mit quälendem Juckreiz einhergeht.
Besonders Kindern fällt es schwer, die Haut an den
trockenen Stellen nicht aufzukratzen. Geschieht dies, sind weitere Entzündungen die Folge. Drei einfache Tricks schaffen erste Abhilfe:
- Ablenkung schaffen durch körperliche Aktivität bei Sport und Spiel oder durch entspannende Musik,
- Alternativen zum Kratzen einüben, etwa die juckende Hautpartie nur drücken und kneifen oder kalte Packungen auflegen,
- auf kurze und saubere Fingernägel achten, um Entzündungen vorzubeugen.
- Weitere Informationen: Präventionskampagne Haut
Siehe auch:
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- Fieberkrämpfe sind bei Kindern nicht selten
- Wie Eltern Neurodermitis-Kindern das Eincremen angenehmer machen können
- Neurodermitis im Babyalter
- Babys Fältchen müssen trocken sein