Wie Eltern Schlafunterbrechungen durch ein Baby überstehen
(ots) – Wie können Eltern, die nachts für ihr Baby mehrmals aufstehen müssen, sich trotzdem erholsame Schlafphasen verschaffen? “Sie sollten versuchen, den Schlafrhythmus des Kindes und den eigenen möglichst anzupassen”, rät Professorin Dr. med. Svenja Happe, Schlafforscherin am Klinikum Bremen-Ost, im Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Grundsätzlich sei es erstrebenswert, pro Nacht vier bis sechs komplette Schlafzyklen mit Einschlafphase, Tiefschlaf und Träumen von jeweils 90 bis 120 Minuten zu haben. Wer selbst eher ein Nachtmensch ist, sollte zum Beispiel das Baby nicht zu früh ins Bett legen, da es sonst zu einer Zeit wach wird, die für den eigenen Biorhythmus viel zu früh ist. Außerdem sollte man nur eine kleine Lampe einschalten, wenn man nachts raus muss, denn Licht ist der stärkste von außen kommende Zeitgeber. Es gibt das Signal, aufzuwachen. Wer beim Versorgen des Babys nachts keine langen Wege zurücklegen muss, findet besser in den Schlaf zurück. Außerdem rät die Schlafexpertin und Mutter zweier Kleinkinder: “Das Kind nicht im Elternbett schlafen lassen! Das beeinträchtigt nachweislich den Schlaf.”
Wer bei berufstätigen Paaren aufsteht, wenn nachts das Baby schreit
(ots) – Mitten in der Nacht schreit das Baby, die Mutter eilt zum Kleinen, der Vater schläft seelenruhig weiter. Typisch? Sogar sehr, berichtet das Apothekenmagazin “BABY und Familie”. Amerikanische Forscher haben dazu 20000 berufstätige Eltern beobachtet. Wie erwartet übernahmen bei fast allen Paaren, bei denen nur der Mann arbeitete, die Frauen alleine den Nachtdienst. Waren die Frauen zurück im Beruf, berichteten aber auch noch 32 Prozent, dass sie fürs Baby aufstehen, aber nur elf Prozent der Väter. Dabei fällt Frauen das Wieder-Einschlafen schwerer. Sie liegen durchschnittlich eine Dreiviertelstunde wach, Männer nur eine halbe Stunde.
Väter überhören nachts das Weinen ihrer Babys eher als Mütter
(ots) – Kaum summt eine Fliege vorbei oder heult der Wind ein bisschen, wachen Männer sofort aus dem Schlaf auf. Weint aber das Baby, schlummern sie seelenruhig weiter. Das Wimmern der Kleinen schaffe es bei Männern nicht einmal in die Top-Ten-Liste der Wachmacher, berichtet das Apothekenmagazin “BABY und Familie” unter Berufung auf britische Forscher. Frauen, so stellten diese fest, werden durch Baby-Geschrei schneller wach als durch jedes andere Geräusch. Verantwortlich seien angeborene Urinstinkte.
Siehe auch:
- Was Kinder brauchen, um gut schlafen zu können
- Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause fühlen sich im Beruf stärker
- Babys lassen sich die Schlafdauer nicht vorschreiben
- Gute Nacht trotz Stillen
- Nutzlose Geburtshilfe