Knatsch um Kindererziehung
(ots) – Über das Thema Kindererziehung gibt es die verschiedensten Ansichten. Die einen setzen auf eiserne Konsequenz und feste Strukturen. Die anderen lassen die Zügel lieber schleifen, und geben um des lieben Friedens willen auch mal nach, wenn die Sprösslinge rebellieren. Problematisch wird die Frage um den richtigen Umgang mit Kindern vor allem dann, wenn es zwischen Vätern und Müttern unterschiedliche Auffassungen gibt. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins “BABY und Familie” jetzt herausfand, kommt es in Familien wegen des richtigen Tons im Kinderzimmer öfter mal zur Auseinandersetzung. Ein Viertel der Väter und Mütter (24,0 %) in Deutschland kriegen sich wegen der Kindererziehung in die Haare. In ebenso vielen Fällen kommt es auch zu Streit (26,6 %), weil es mit dem Nachwuchs selbst heftige Diskussionen über die Erziehungsvorstellungen gibt, vor allem bei den Eltern 7-17-jähriger Kinder mit sogar 35,9 %.
Loben ist der Königsweg
Kleine Kinder reagieren auf Tadel mit noch mehr Fehlern
(ots) – Aus Fehlern lernen? Das gelingt Kindern offenbar erst mit etwa zwölf Jahren. Vorher profitieren sie stärker von Lob und Anerkennung, berichtet das Apothekenmagazin “Baby und Familie”. Wissenschaftler der Universität Leiden (Niederlande) untersuchten, welche Lernfortschritte Acht- und Neunjährige, Elf- bis Dreizehnjährige sowie Erwachsene machten – je nachdem, ob sie getadelt oder gelobt wurden. Sagte man den Jüngsten: “Das machst du falsch”, folgten nur mehr, bei Lob dagegen weniger Fehler.
Kindererziehung ist ein Kampf mit sich selbst
Regisseurin Caroline Link möchte ihrer Tochter Pauline vor allem Selbstvertrauen mit auf den Lebensweg geben.
(ots) “Du bist in Ordnung, so wie Du bist. Du bist liebenswert, du wirst das schon machen. Das versuchen wir unserem Kind zu vermitteln, wahrscheinlich wie die meisten Eltern”, sagt die Oscar-Preisträgerin (“Nirgendwo in Afrika”) im Magazin BRIGITTE (Ausgabe 24/2008). Aber das sei nicht immer einfach. “Ich kann nicht behaupten, dass ich immer Verständnis habe für die komischen Macken meiner Tochter.” Allerdings nerve einen an den eigenen Kindern ja das am meisten, “was man früher an sich selbst nicht mochte. Da kämpft man dann ja auch wieder mit sich selber”, sagt die 44-Jährige.
In ihrem Film “Im Winter ein Jahr” erzählt Link die Geschichte einer Familie, die beinahe am Selbstmord ihres Sohnes zerbricht. Der Stoff, so Link, habe sie auch aus privaten Gründen interessiert. 2003 wäre ihre damals nur wenige Monate alte Tochter beinahe an einer Darmverschlingung gestorben. “Die Erkenntnis, dass es sein kann, dass ich ein Baby habe, und das stirbt wieder, hat mich tief getroffen”, sagt sie. “Zu sehen, dass es mitten in einer Großstadt, umgeben von Menschen und Krankenhäusern und Ärzten theoretisch möglich ist, dass einem ein Kind in den Armen stirbt.” Auch das lange Leiden ihres Vaters auf der Intensivstation und dessen Tod vor drei Jahren seien ein Schock gewesen. “Vor diesen beiden Erlebnissen habe ich nicht gewusst, was Krankheit und Tod bedeuten.”
Siehe auch:
- Männer bereiten sich auf ihre Rolle als Väter vor
- Was Kinder brauchen, um gut schlafen zu können
- Probleme trotz Elterngeld
- Was Schwangere über Ringelröteln wissen sollten
- Namenswahl – das raten die Experten